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Solidarität oder Zwiespalt? : Die Janusköpfigkeit des linksliberalen Leitmodells

  • -Aktualisiert am

Blick auf das Reichstagsgebäude in Berlin mit der Aufschrift „Dem Deutschen Volke“ – davor weht die Deutschlandflagge. Bild: dpa

Bürgerschaftliches Engagement soll zur Stabilisierung und Vertiefung von Demokratie führen und zu mehr Zusammenhalt? Das ist eine fahrlässige Vermutung! Ein Essay.

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          Als im Winter 2014/15 die Pegida-Demonstrationen in Dresden die Republik aufschreckten, hatten viele Kommentatoren rasch ein Generalrezept zur Abwehr des Virus parat: Man müsse zum Aufstand der „Zivilgesellschaft“ gegen die zündelnden Extremen von rechts aufrufen.

          Zivilgesellschaft – das war (und ist vielfach noch) ein Lieblings-Topos der um die „politische Kultur“ besorgten linksliberalen Bürger. Sie leuchtet ihnen wie eine Friedensfackel, denn sie signalisiert Gewaltlosigkeit, Toleranz, Mündigkeit, Altruismus, Solidarismus; und ihre Voraussetzungen nehmen mit besserer Bildung der Bürger durch den damit einhergehenden Zuwachs an Kompetenz, Urteils- und Kritikfähigkeit in der Wissensgesellschaft stetig zu.

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