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Früherer CDU-Generalsekretär : Bundestagsvizepräsident Peter Hintze ist tot

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Prägte die späten Jahre von Helmut Kohls Kanzlerschaft als CDU-Generalsekretär: Peter Hintze (1950 - 2016), hier auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2009 Bild: ddp

Der Bundestagsvizepräsident Peter Hintze ist gestorben. Als Generalsekretär unter Helmut Kohl prägte Hintze lange Jahre die Politik der CDU.

          Der Bundestagsvizepräsident und frühere CDU-Generalsekretär Peter Hintze ist tot. Hintze sei in der Nacht auf Sonntag gestorben, teilte eine Sprecherin der nordrhein-westfälischen CDU mit. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

          Der 1950 in Bad Honnef bei Bonn geborene evangelische Theologe kam 1983 in den Dunstkreis der Politik: Er wurde „Bundesbeauftragter für den Zivildienst“. 1990 kam er in den Bundestag. Sogleich wurde er unter der Bundesministerin Angela Merkel Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Frauen und Jugend; seither gehörte er zu ihren Vertrauten und frühen Förderern.

          Von 1992 bis 1998 machte er als CDU-Generalsekretär auf sich aufmerksam, als Helmut Kohl noch Kanzler war. Die „Rote-Socken“-Kampagne gegen Bestrebungen rot-roter Zusammenarbeit wurde legendär. In der Oppositionszeit war der bekennende Europäer in seiner Fraktion für Europapolitik zuständig. Seit 2005 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium – dort für Luft- und Raumfahrt zuständig. Dass er auch komplizierte Sitzungen mit freundlicher und zugleich harter Hand leiten konnte, hatte er auf diversen CDU-Parteitagen immer wieder bewiesen.

          Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, erlag Hintze, der auch Träger des Bundesverdienstkreuzes war, einer schweren Krebserkrankung. Mehrere CDU-Politiker äußerten sich bestürzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel teilte am Sonntag mit, mit Hintze verliere die Union „eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten“. Dieser habe „die Politik der CDU Deutschlands wie auch unseres Landes über Jahrzehnte in unterschiedlichsten Funktionen maßgeblich geprägt“. Er sei „ein Mann des offenen Wortes, aber auch des Ausgleichs“ gewesen.

          Merkel: Einer der „herausragenden intellektuellen Köpfe der Partei“

          „Unvergessen sind vor allem seine sechs Jahre als Generalsekretär der CDU Deutschlands“, erklärte Merkel, die Hintze seit Jahren zu ihren Vertrauten zählte. „Er gehörte zu den herausragenden intellektuellen Köpfen der Partei, war sensibel für gesellschaftliche Entwicklungen, erkannte frühzeitig die Notwendigkeit zur programmatischen Weiterentwicklung und leistete damit einen wichtigen Beitrag, dass die CDU eine lebendige Volkspartei in der Mitte der Gesellschaft bleiben konnte.“ Der studierte Theologe habe „aus seinem Glauben die Kraft für seine politische Arbeit“ gezogen, so Merkel.

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