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„Hauen und Stechen“ : Frühere niedersächsische AfD-Vorsitzende Guth tritt aus

  • Aktualisiert am

Dana Guth, frühere AfD-Landesvorsitzende, beim Landesparteitag der AfD am 12. September in Braunschweig Bild: dpa

Im September unterlag sie dem Anhänger des offiziell aufgelösten rechtsextremen „Flügel“, Jens Kestner. Nun verlässt sie die AfD. Die Partei, sagt sie, sei tief gespalten.

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          Die frühere niedersächsische AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Dana Guth ist aus der Partei ausgetreten. Wegen „Fehlentwicklungen“ habe sie die AfD am Donnerstag verlassen, erklärte Guth. Es seien „rote Linien verletzt“ worden. Gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) sprach sie von einem „Hauen und Stechen“ innerhalb der Partei.

          Die als gemäßigt geltende Guth war auf einem Landesparteitag Mitte September dem zum völkisch-nationalistischen Flügel der AfD gerechneten Bundestagsabgeordneten Jens Kestner bei der Vorsitzendenwahl unterlegen. Kurz darauf verließ sie mit zwei Mitstreitern die Fraktion, die damit ihren Fraktionsstatus verlor.

          Guth sagte dem NDR, die Partei sei tief gespalten. Es gebe viele bürgerliche Mitglieder, doch der offiziell aufgelöste rechte Flügel übernehme zunehmend das Sagen. „Was Hardcore-Flügel-Vertreter in diesem Land möchten, das ist etwas, womit ich mich nicht identifizieren kann“, sagte Guth.

          Kestner sagte dem NDR, Guths Parteiaustritt wundere ihn nicht. „Sie möchte natürlich dem Parteiausschluss zuvorkommen.“ Zu den Vorwürfen Guths zur Dominanz des Flügels sagte Kestner: „Der Flügel ist aufgelöst und über das, was aufgelöst ist, braucht man nicht mehr reden, weil es das nicht mehr gibt.“

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