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Bundeskabinett : Mehr Geld für ehemalige Heimkinder

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Kampagnenfoto: Das ehemalige Heimkind Günter Klefenz Ende 2012 mit einem Motiv-Shirt beim Landeswohlfahrtsverband in Kassel Bild: dpa

Noch immer warten ehemalige Heimkinder auf Beratungsgespräche und Hilfeleistungen zum Ausgleich für erlittenes Unrecht in vielen Kinderheimen in Ost und West. Der Hilfsfonds für das frühere Westdeutschland wird jetzt aufgestockt.

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          Das Bundeskabinett hat beschlossen, die Hilfsmittel für frühere Heimkinder in Westdeutschland aufzustocken. „Wir können das Unrecht nicht ungeschehen machen, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwoch in Berlin. „Doch es ist wichtig, dass jedes ehemalige Heimkind, das heute noch mit den Folgen des erlittenen Leids zu kämpfen hat, in gleicher Weise benötigte Hilfen bekommt.“ Bisher hätten knapp 20.000 Betroffene Leistungen aus dem Fonds beantragt, sagte Schwesig weiter. 13.000 Personen von ihnen hätten bereits Hilfsgelder oder Rentenausgleichszahlungen erhalten. Die übrigen warteten noch auf Beratungsgespräche.

          Dem Kabinettsbeschluss nach sollen weitere 182 Millionen Euro in den Fonds „Heimerziehung West“ fließen, der zu jeweils einem Drittel vom Bund, von den westdeutschen Bundesländern und den Kirchen ausgestattet wird. Aus dem Fonds werden Hilfen für Betroffene finanziert, die zwischen 1949 und 1975 als Kinder und Jugendliche in westdeutschen Heimen Leid und Unrecht erfuhren. In diesem Zeitraum lebten in den alten Bundesländern bis zu 800.000 Kinder und Jugendliche in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen.

          Bereits im Februar hatte das Bundeskabinett die Mittel für den Fonds „Heimerziehung in der DDR“ aufgestockt. Auf der Internetseite www.fonds-heimerziehung.de findet sich eine Liste mit Anlauf- und Beratungsstellen in Ost und West.

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