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Fritz Jaeckel : Das ist Laschets Mann für den Wiederaufbau im Flutgebiet

  • -Aktualisiert am

Fritz Jaeckel, Koordinator für den Wiederaufbau in Nordrhein-Westfalen Bild: Roman Mensing

Fritz Jaeckel soll in Nordrhein-Westfalen den Wiederaufbau in den Flutgebieten koordinieren. Das hat er schon zwei Mal in Sachsen gemacht. Der Westen könne sich dabei vom Osten einiges abschauen.

          2 Min.

          Die von der verheerenden Juli-Flut schwer getroffenen Regionen stehen vor einem enormen Kraftakt. Straßen, Schienenwege, Fabriken, Geschäfte, Schulen, tausende private Wohnungen und Häuser müssen so rasch wie möglich saniert oder gar völlig neu errichtet werden. Die Zeit drängt, bald schon wird es Herbst. Umso wichtiger ist es, den Wiederaufbau so effizient wie nur möglich zu koordinieren.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat dafür einen überaus erfahrenen Praktiker gewonnen. Der 1963 in Flensburg geborene Fritz Jaeckel war nach der August-Flut 2002 in Sachsen in der Leitstelle für den Wiederaufbau der Sächsischen Staatskanzlei eingesetzt.

          Nach dem Juni-Hochwasser 2013 leitet er dort dann den Wiederaufbaustab. „Weil wir unsere Schwächen von 2002 kannten, hatten wir die Chance, nicht noch einmal dieselben Fehler zu machen“, erinnert sich der Jurist. Der rund 90 Seiten umfassende Abschlussbericht des Stabs und Fachartikel Jaeckels gelten heute als Goldstandard des Wiederaufbauwesens. Auch die Verwaltung in Rheinland-Pfalz orientiert sich nun an der Dresdner Blaupause.

          Ihn habe das Anpackende der Sachsen stets tief beeindruckt, sagt Jaeckel. Wie alle Ostdeutschen hätten die Menschen im Freistaat nach der Wende enorme Umbrüche zu meistern gehabt. „Und bei den beiden Flutkatastrophen von 2002 und 2013 haben viele dann ein zweites und drittes Mal von vorne beginnen müssen.“ Bei der Flut 2002 seien Ost und West zusammengerückt. „Und es gab das Grundverständnis: Wir müssen das Land voranbringen.“ Diesen Geist wünscht sich Jaeckel nun auch für den tiefen Westen der Republik.

          Lange Karriere in Sachsen

          Jaeckel ist ein „Wossi“. Nach seiner Promotion in Münster begann er seine berufliche Laufbahn als Justiziar bei der Landesversicherungsanstalt Sachsen. Es folgten Stationen im Leipziger Regierungspräsidium, bevor er 2002 Mitarbeiter der Staatsregierung wurde – zunächst im Innen-, und Umweltministerium, von 2007 an dann in der Staatskanzlei. Als Jaeckel den Wiederaufbau nach der Flut 2013 managte, war er seit einem Jahr Staatssekretär im Umweltministerium. Im November 2014 ernannte ihn der damalige Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) schließlich zum Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei.

          Nach dem Rücktritt Tillichs Ende 2017 schied Jaeckel aus der Staatsregierung aus und kehrte nach in den Westen zurück. Mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt er in Münster, wo er seit Anfang 2018 Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer ist. In den kommenden Monaten wird sich Jaeckel jedoch voll und ganz auf seine Tätigkeit als Wiederaufbaukoordinator im Düsseldorfer Bauministerium konzentrieren.

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