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Friedrich Merz : „Ich möchte in einer Mannschaft dabei sein“

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Friedrich Merz am Freitag in Kreuth. Bild: dpa

Im nächsten Wahlkampf möchte er für die CDU eine Rolle spielen, sagt Friedrich Merz. Seine Rede habe er aber „ohne Hintergedanken“ gehalten. Dabei hat jemand anders ihn schon als Kanzlerkandidaten empfohlen.

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          Der frühere Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag, Friedrich Merz (CDU), hat der Parteispitze angeboten, in einem Team für den kommenden Bundestagswahlkampf eine Rolle zu spielen. „Wir müssen mit der bestmöglichen Formation in die nächste Bundestagswahl gehen. Das ist nicht nur eine Person an der Spitze, das ist eine Mannschaft, und ich möchte auch in einer Mannschaft dabei sein“, sagte er am Freitag im Rahmen des Ludwig-Erhard-Gipfels, einer Wirtschaftsveranstaltung am Tegernsee. „Ich bin ein Teamplayer, und deswegen ist wichtig, dass die Mannschaft stimmt und jeder an seinem Platz steht.“

          Am Abend wollte der CDU-Vorstand in Hamburg zu seiner Jahresanfangsklausur zusammenkommen. Auch dort könnte das Thema eine Rolle spielen. Merz trat bei der Veranstaltung am Tegernsee mit einer „Deutschland-Rede“ und zehn Thesen ans Rednerpult. Er war im Duell über den CDU-Parteivorsitz gegen Annegret Kramp-Karrenbauer zwar unterlegen, gilt aber als ihr Konkurrent im Kampf um die Kanzlerkandidatur.

          Zuvor hatte der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sich entschieden für Merz als Kandidaten ausgesprochen. Guttenberg hält CSU-Chef Markus Söder noch nicht für reif genug für die Kanzlerkandidatur der Union. „Der muss jetzt erst mal Ministerpräsident können“, sagte Guttenberg am Freitag über Söder. Der CSU-Chef sei erst eineinhalb Jahre als Landeschef im Amt. „Dann glaube ich, kommt der Sprung auf die nächste Ebene ein bisschen früh.“

           Merz nannte die Unterstützung von Guttenberg und aus Teilen der Wirtschaft „nicht ehrenrührig“. Die Kanzlerkandidatur sei aber eine Frage, mit der er sich „ganz ehrlich“ heute nicht auseinandersetze, betonte Merz. „Diese Frage muss ich für mich beantworten, die müssen wir in der CDU beantworten, auch in der CSU beantworten, wenn sie beantwortet werden muss – und das ist vielleicht Ende des Jahres, aber das ist sicher nicht heute.“ Zehn bis zwölf Monate vor der Bundestagswahl sollten aus seiner Sicht die politischen und personellen Entscheidungen gefallen sein. Er habe seine „Deutschland-Rede“ am Freitag „ohne jeden Hintergedanken“ gehalten, sagte Merz.

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