https://www.faz.net/-gpf-9gpvh

Friedrich Merz : „Ich verdiene eine Million Euro“

  • Aktualisiert am

Friedrich Merz bei der CDU-Regionalkonferenz in Lübeck vergangenen Donnerstag. Bild: EPA

Was kaum jemand anzweifelte, bestätigt der Blackrock-Deutschland-Aufsichtsratschef und Kandidat um den CDU-Vorsitz nun selbst: Friedrich Merz gehört zu den Großverdienern im Land. Zur Oberschicht will er sich allerdings nicht zählen lassen.

          1 Min.

          CDU-Politiker Friedrich Merz hat erstmals offengelegt, wie viel er derzeit verdient. Es sei rund eine Million Euro brutto, sagte er der „Bild am Sonntag“. Details zu seinen Jobs als Aufsichtsrat mehrerer Firmen und Berater der Kanzlei Mayer Brown nennt er nicht. Doch die Zeitung meldet unter Berufung auf Geschäftsberichte, Merz verdiene allein bei der Investmentfirma Blackrock zuletzt mindestens 125.000 Euro pro Jahr. Dazu kämen 80.000 Euro bei der Wepa Industrieholding, einem Hersteller u.a. von Toilettenpapier, 75.000 Euro bei der Bank HSBC Trinkhaus und 14.000 Euro bei der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

          Merz legte Wert darauf, dass er in anderen Einkommensdimensionen gestartet sei: „Meine Frau und ich waren Studenten, als wir geheiratet und das erste Kind bekommen haben. In dieser Zeit mussten wir jede Mark umdrehen. Angefangen habe ich mit einem für eine Familie mit zwei Kindern überschaubaren Einkommen eines Referendars in Saarbrücken.

          Mittel- oder Oberschicht?

          Zuletzt hatte der Kandidat für die Wahl zum neuen CDU-Parteivorsitzenden Kritik geerntet, weil er von sich behauptete, er sei „Teil der gehobenen Mittelschicht“. Zudem hatte er sich dagegen gespreizt, als Millionär bezeichnet zu werden.

          Der „Bild am Sonntag“ sagte Merz dazu nun: „Für mich ist die gesellschaftliche Mitte nicht eine rein ökonomische Größe. Ich habe von meinen Eltern die Werte mitbekommen, die die Mittelschicht prägen: darunter Fleiß, Disziplin, Anstand, Respekt und das Wissen, dass man der Gesellschaft etwas zurückgibt, wenn man es sich leisten kann.“ Weiter sagte er: „Wenn ich ‚Oberklasse‘ oder ‚Oberschicht‘ höre, denke ich an Menschen, die viel Geld oder eine Firma geerbt haben und damit ihr Leben genießen. Das ist bei mir nicht der Fall.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Polizisten am Frankfurter Mainufer.

          Was zu tun ist : Den Bürger nicht allein lassen

          Der Rechtsstaat sollte konsequent sein: ohne Sicherheit keine Freiheit. Das gilt auch bei der Einwanderungspolitik – die lange von naiven Vorstellungen geleitet wurde.

          Zukunft der Schule : „Wir sind total festgefahren“

          Dario Schramm ist die Stimme der Schüler in Deutschland. Ein Gespräch darüber, wo es an deutschen Schulen hakt und warum soziale Kompetenzen im Unterricht wieder mehr im Vordergrund stehen sollten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.