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Friedrich Merz : Jetzt ist er sogar für die Frauenquote

In der Fraktion hat Merz schon viele positiv überrascht, zum Beispiel mit seiner Bereitschaft, zu lernen. Bild: Vincent Burmeister

Der CDU-Chef will seine Kritiker für sich einnehmen. Dabei darf er seine alten Fans nicht verlieren. Eine Gratwanderung, vor allem beim Thema Frauenquote.

          6 Min.

          Es ist schwer, CDU-Vorsitzender zu werden, aber noch schwerer, CDU-Vorsitzender zu sein. Man kämpft nicht mehr für sich allein, sondern für alle, weshalb auch alle mitreden. Und im Falle von Friedrich Merz reden sie besonders viel.

          Friederike Haupt
          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Merz ist der erste CDU-Vorsitzende, der von den Mitgliedern gewählt wurde. Die Kleinen haben ihn groß gemacht. Darauf sind sie stolz. Bevor es so weit war, beschwerte sich Merz, dass die Großen in der Partei ihn verhindern wollten. Er sprach vom „Berliner Establishment“, als staute sich im Konrad-Adenauer-Haus der Muff von tausend Jahren. Nun sitzt er selbst dort. Merz muss es schaffen, die Großen zu gewinnen, ohne die Kleinen zu verlieren, und das so, dass die CDU nicht nur sich selbst gefällt, sondern auch wieder mehr Wählern. Also die Quadratur des Kreises. Da stellt sich die Frage: Wie geht Merz die Sache an, und klappt es?

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