https://www.faz.net/-gpf-9wwr0

Nach Kritik : Merz bestreitet Streben nach Rechtsruck der CDU

  • Aktualisiert am

CDU-Politiker Friedrich Merz am Dienstag in der Bundespressekonferenz Bild: EPA

Der Anwärter für den CDU-Vorsitz Friedrich Merz war scharf für seine Aussagen darüber kritisiert worden, mit welchen Themen er der AfD Wähler abwerben will. Nun bestreitet er, dass er einen Rechtsruck wolle.

          1 Min.

          Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat bestritten, dass er die Partei weiter nach Rechts rücken wolle. „Es gibt niemanden in der CDU, der eine Rechtsverschiebung der Partei möchte“, sagte Merz in den ARD-Tagesthemen. Er wolle vielmehr, dass sich die Partei „zurück in die Mitte“ bewege. Dort hätten sich früher die Stammwähler der Partei befunden, die leider verloren gegangen seien.

          Er stehe dafür, dass die CDU ihr Spektrum wieder verbreitere, betonte Merz. Sie müsse sowohl liberale als auch wertkonservative Wähler zurückgewinnen. Auch müsse sie für junge Leute attraktiver werden. „Das ist kein Rechtsruck“, unterstrich Merz. Die CDU müsse vielmehr ihren eigenen Kurs wiederfinden. Dabei dürfe sie sich weder an der AfD noch an der Linkspartei messen, wolle sie „als große Volkspartei überleben“.

          Wähler von der AfD zurückgewinnen

          Merz hatte am Dienstag seine Kandidatur für die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer offiziell angekündigt, ebenso wie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Weiterer Bewerber ist der frühere Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

          In der Pressekonferenz zur Verkündung seiner Bewerbung betonte Merz allerdings, dass er frühere CDU-Wähler von der AfD zurückgewinnen wolle – etwa mit einem konsequenten Eintreten gegen illegale Migration. Auf die Frage, ob er den erstarkten Rechtsradikalismus mit Themen wie Grenzkontrollen und Clankriminalität bekämpfen wolle, sagte er „ja“.

          Weitere Themen

          Trump rät nicht zum Tragen von Mundschutz Video-Seite öffnen

          Trotz vieler Corona-Toter : Trump rät nicht zum Tragen von Mundschutz

          Die Zahl der Todesopfer durch die Coronavirus-Pandemie in den Vereinigen Staaten hat die Marke von 5000 überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität stieg die Zahl der landesweit verzeichneten Todesfälle auf 5116. Das Tragen eines Mundeschutzes will Präsident Trump dennoch nicht klar empfehlen.

          Topmeldungen

          Das „Spiel null“ in Italien: Atalanta Bergamo gegen FC Valencia in der Champions League am 19. Februar in Mailand.

          Virologin Ulrike Protzer : „Wir Experten waren nicht laut genug“

          Ulrike Protzer ist Virologin. Im Gespräch erklärt sie, warum das Virus unterschätzt wurde, wie der Sport zur Verbreitung beigetragen hat, ob „Geisterspiele“ realistisch sind – und was jetzt jeder selbst tun sollte.
          Geschlossene Geschäfte im Köpenick-Center in Berlin. Das Coronavirus zwingt Deutschland zum Stillstand.

          Shutdown in Deutschland : Der Preis ist nicht zu hoch

          Der wochenlange Stillstand ist angemessen. Das Virus kann jetzt bekämpft werden oder nie – die Schäden der Wirtschaftskrise dagegen materialisieren sich über viele Jahre.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.