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Flüchtlinge in Deutschland : Bald wird es wieder voll im Lager

Eine Unterkunft im Grenzdurchgangslager Friedland. Bild: Daniel Pilar

In nächster Zeit kommen wieder mehr Flüchtlinge im Grenzdurchgangslager Friedland in Niedersachsen an. Sie werden gezielt für eine Einreise ausgesucht. Die Behörden setzen bei humanitären Programmen verstärkt auf private Helfer.

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          Mohammed hat Schmerzen, genaugenommen sind es Zahnschmerzen, jedenfalls sagt er das, nachdem die Lehrerin etwas übertrieben deutlich auf ihren Mund zeigt. Es geht um Arztbesuche, die Teilnehmer des Deutschkurses sollen in der Lage sein zu beschreiben, wo ihnen etwas weh tut. „Ich habe Zahnschmerzen“, sagt Mohammed also, laut und deutlich, und die Dozentin lächelt breit und sagt: Ich habe Zahnschmerzen, sehr gut!

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Im Grenzdurchgangslager Friedland in Niedersachsen, Haus 47, Schulungsraum zwei, lernen gerade 16 syrische Flüchtlinge Deutsch, ein paar Stunden jeden Vormittag, und ganz vorne rechts sitzt Mohammed Salem Al-Sirafi, 30 Jahre alt, Bart, schwarzer Trainingsanzug, weiße Turnschuhe, an den Händen kaum noch Finger. Das Grenzdurchgangslager Friedland ist eine besondere Einrichtung, bekannt vor allem deshalb, weil seit den fünfziger Jahren die meisten – und inzwischen sogar alle – Spätaussiedler, die zurück nach Deutschland kommen, ihre ersten Tage in dem kleinen Ort ein paar Kilometer südlich von Göttingen verbringen.

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