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Fridays for Future über Alte : „Die sind doch eh bald nicht mehr dabei“

  • Aktualisiert am

Jugendliche, Familien – und Großeltern: Anhänger der Klimaschutz6bewegung „"Fridays For Future“" marschieren am 28. November durch Wiesbaden Bild: Lorenz Hemicker

Die Klimaschutzbewegung löst mit einer Bemerkung über die Generation der Großeltern auf Twitter einen Sturm der Entrüstung aus. Eine Sprecherin spricht gegenüber der F.A.Z. von Satire – und entschuldigt sich.

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          Die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ hat auf Twitter mit einer Bemerkung über alte Menschen für Aufsehen gesorgt. In einer Kurznachricht schrieb der deutsche Ableger: „Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei.“

          Das Statement löste auf Twitter einen Sturm der Entrüstung aus. Binnen zwei Stunden wurde es mehr als 900 mal kommentiert. In den sachlicheren Beiträgen kritisierten Nutzer fehlenden Respekt vor älteren Menschen und wiesen darauf hin, dass inzwischen auch viele Angehörige der Großelterngeneration die Anliegen der Bewegung teilten. Bei den Protesten der Bewegung marschieren inzwischen neben jungen Menschen auch Familien mit ihren Kindern und Rentner mit.

          Ein Nutzer warf der Bewegung vor, ihre eigenen Ziele zu verraten. „Viele von euch haben mit Ruhe, Argumenten und kühlem Kopf dafür gesorgt, dass eine respektable Anzahl an Menschen ihr Handeln reflektiert und ändert“, heißt es in einem Beitrag. Der Schlüssel dazu sei besonnenes Auftreten und ruhige, sachliche Argumentation gewesen. Der Tweet zeige genau das Gegenteil.

          Die Bewegung reagierte auf die zahlreichen Kommentierungen nach einer Stunde mit einer kurzen Frage bei Twitter: „Was darf Satire?“ Leonie Bremer, eine der bundesweiten Sprecherinnen der Bewegung, sagte der F.A.Z.: „Natürlich entschuldigen wir uns bei allen, die es falsch verstanden haben.“ Sie denke aber, dass Menschen, die sowieso nicht mit der Bewegung sympathisierten, das Statement gezielt falsch verstanden hätten.

          Bereits vergangene Woche war die Bewegung wegen eines Tweets in die Diskussion geraten. Auf dem Account von Greta Thunberg, dem Gesicht der Bewegung, war ein Foto von ihr veröffentlicht worden, das sie auf dem Weg in die Heimat auf dem Boden eines ICEs sitzend zeigt. Die Deutsche Bahn daraufhin teilte mit, dass die Klimaaktivistin in der ersten Klasse gefahren sei und dort auch einen Sitzplatz gehabt hätte. Das erweckte den Eindruck, als habe der Tweet falsche Tatsachen vorgespiegelt. Später stellte sich heraus, dass Thunberg einen Teil ihrer Reise auf dem Boden sitzend verbracht hatte, weil der Bahn ein ICE ausgefallen war.

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