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„Fridays For Future“ : Tausende zu Streiks in Aachen erwartet

  • Aktualisiert am

Teilnehmer von „Fridays for Future“ streiken vor dem Hauptbahnhof in Aachen. Bild: dpa

Zur ersten internationalen „Fridays for Future“-Demonstration sollen Teilnehmer aus 16 Ländern kommen. Die Aktivisten vom Bündnis „Ende Gelände“ haben derweil Aktionen zivilen Ungehorsams angekündigt.

          In Aachen sind am heutigen Freitag bereits mehrere hundert Schüler zum ersten internationalen „Fridays For Future“- Demonstration eingetroffen. Sie halten Transparente mit Aufschriften wie „Warum lernen wenn wir keine Zukunft haben!“ und „Wenn die Erde eine Bank wäre, hättet ihr sie schon lange gerettet.“

          Zu der Demo werden bis zu 20.000 Teilnehmer aus 16 Ländern erwartet. Nach einem Sternmarsch soll es eine Kundgebung vor dem Aachener Fußballstadion Tivoli geben. Proteste sind auch im rheinischen Braunkohlerevier am Tagebau Garzweiler geplant.

          Die deutsche Sprecherin der Bewegung, Luisa Neubauer, kündigte im „SWR“ an, dass man auch eine „Demonstration direkt an der Tagebaukante“ angemeldet habe. Die Protestbewegung „Ende Gelände“ hat ebenfalls Blockadeaktionen geplant. Das Bündnis teilte mit, dass im Laufe des Tages rund 4000 Menschen vom Protestcamp im nordrhein-westfälischen Viersen aufbrechen werden.

          Der Aufbruch zu Blockaden im Tagebaurevier zwischen Aachen und Köln sei in zwei Wellen geplant. „Eine weitere große Aufbruchswelle ist für Samstag geplant“, kündigte das Bündnis an. „Die Aktionen zivilen Ungehorsams werden das gesamte Wochenende andauern“, hieß es in der Mitteilung von Ende Gelände. Das Aktionsbündnis will mit den geplanten Blockaden seine Forderung nach einem sofortigen Kohleausstieg und einem „grundlegenden Systemwandel“ bekräftigen.

          Die Polizei zeigte vor den Klima-Protesten im rheinischen Braunkohlerevier bereits am frühen Freitagmorgen Präsenzen an den Punkten an und um den Tagebau. „Wir rechnen jetzt jederzeit mit einzelnen Aktionen“, sagte Sprecher Andreas Müller am Tagebau in Jüchen.

          Am Samstag will die Klimabewegung „Fridays For Future“ ebenfalls am Tagebau Garzweiler für einen früheren Kohleausstieg demonstrieren. Nach Empfehlungen der Kohlekommission ist ein Ausstieg spätestens 2038 geplant. Daneben soll es weitere Aktionen von der Bürgerinitiative „Alle Dörfer Bleiben“ für den Erhalt von Tagebaudörfern geben und einen BUND-Fahrraddemo. Die Abschlusskundgebung soll in dem Umsiedlungsdorf Keyenberg stattfinden. Zum Trägerkreis der Aktionen gehören unter anderem Greenpeace und Naturfreunde Deutschland.

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