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Unzufrieden mit Klimapaket : Fridays For Future kündigt nächsten globalen Klimastreiktag an

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Dem vergangenen globalen Protestaufruf Ende September folgten unter anderem auch Tausende Schüler in Zürich. Bild: dpa

Am Freitag vor der Weltklimakonferenz in Chile im November ruft die Bewegung abermals global zum Streik auf. Auch die radikalere Gruppe Extinction Rebellion kündigt neue Proteste an – und kann auf prominente Unterstützung zählen.

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          Begleitet von harscher Kritik an den Klimaschutzplänen der Bundesregierung hat die Bewegung Fridays For Future zu einem neuen globalen Klimastreiktag am 29. November aufgerufen. Für den Termin am Freitag vor dem Beginn der Weltklimakonferenz in Chile hätten bereits Aktivisten aus mehr als hundert Städten Aktionen angekündigt, teilte das Bündnis am Freitag mit. Neben Streiks seien in Deutschland und weltweit auch „kreative Proteste“ geplant.

          In einem offenen Brief an die Bundesregierung und die Spitzen der großen Koalition kritisierte Fridays For Future die im September beschlossenen Eckpunkte zum Klimaschutz scharf. Das geplante Klimapaket sei „eine politische Bankrotterklärung“, verdiene seinen Namen nicht und müsse „grundlegend“ überarbeitet werden, erklärten die Aktivisten. Sie erinnerten zugleich an den jüngsten Massenprotest von 1,4 Millionen Demonstranten in Deutschland.

          „Zwar behaupten Sie inzwischen, Fridays For Future hätte Sie aufgerüttelt, doch angesichts dieses lächerlichen Maßnahmenpakets befinden Sie sich offenbar weiterhin im politischen Tiefschlaf“, schrieben die Aktivisten. „Mit dem Eckpunktepapier ignorieren Sie nicht nur den Wunsch Hunderttausender junger Menschen nach einer lebenswerten Zukunft, sondern auch die Weckrufe aus der Wissenschaft und aus breiten Teilen der Bevölkerung.“

          Mit ihren Plänen ignoriere die Bundesregierung auch Deutschlands internationale Verpflichtungen. „Aufgrund historischer Emissionen geht es hierbei nicht nur um eine Vorreiterrolle, sondern auch um Klimagerechtigkeit – an der Möglichkeit, hier ein Zeichen zu setzen, sind Sie kläglich gescheitert“, schrieben die Aktivisten an die Koalition. Fridays For Future sehe „die Handlungsfähigkeit Ihrer Bundesregierung beim Klimaschutz nicht mehr gegeben“.

          Zwei Wochen mit Aktionen zivilen Ungehorsams

          Auch das Klimaaktionsbündnis Extinction Rebellion rief zu neuen Protesten auf. Das Bündnis will ab Montag mit Aktionen in 60 Städten weltweit den Druck auf die Politik erhöhen. Die Regierungen unternähmen nicht genug gegen den „Klima- und Umweltnotstand“, erklärte die Gruppe. Die Menschen müssten deswegen „rebellieren“.

          Geplant sind über zwei Wochen Aktionen zivilen Ungehorsams vor allem in Städten in Europa, Nordamerika und Australien, aber auch in Argentinien, Südafrika und Indien. Die Folgen der Erderwärmung seien keine „entfernte Apokalypse“, warnte Extinction Rebellion und fügte hinzu: „Menschen in aller Welt leiden und sterben bereits jetzt.“

          Die Gruppe war im vergangenen Jahr in Großbritannien gegründet worden. Sie brachte in London mit Blockaden stellenweise den Verkehr zum Erliegen. Extinction Rebellion hofft, von Montag an in der britischen Hauptstadt 20.000 bis 30.000 Menschen für Blockaden rund um Parlament und Regierungsgebäude zu mobilisieren. Auch in Berlin sind entsprechende Aktionen geplant.

          Die Gruppe hat dafür namhafte Unterstützung gefunden. In einem offenen Brief, der am Freitag veröffentlicht werden soll, erklären rund 90 prominente Kulturschaffende solidarisch mit Extinction Rebellion. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung zählen zu den Unterzeichnern unter anderem der Musiker Bela B, die Regisseure Fatih Akin, René Pollesch und Christian Schwochow, die Schauspieler Anna Loos, Peter Lohmeyer, Christian Ulmen, Bjarne Mädel und Fahri Yardim sowie der Autor Rocko Schamoni. Demnach steht in dem Brief: „Es ist für uns unerträglich, dass unsere Kinder und Enkelkinder die Last dieser beispiellosen Zerstörung tragen müssen.“

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