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Jugendliche Klima-Aktivisten : „Keine Ahnung, was man macht, wenn die Welt untergeht“

Rosa, Rike und ­Konstantin auf dem Bockenheimer ­Uni-Campus Bild: Michael Braunschädel

Klimaangst heißt das Gefühl, das ­viele junge Leute angesichts von ­Fluten und Bränden umtreibt. Sie sagen: Das war vielleicht noch der beste Sommer, den wir je haben werden.

          4 Min.

          Es gab dieses Bild aus dem überfluteten Erftstadt: ein Abgrund aus Schlamm, die Häuser klein wie Spielzeug. Rosa, 16 Jahre alt, gruselt es jedes Mal aufs Neue. Sie weiß ja, dass der Klimawandel real ist, mit unmittelbaren Folgen. Deswegen demonstriert sie schließlich jeden Freitag, seit zwei Jahren. Aber ein Schock war es trotzdem. Ihre Freundin Rike nickt. „Hier, direkt vor der Haustür.“

          Livia Gerster
          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Konstantin denkt immer an diese Grafik, die zeigt, wie die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre steigt und mit ihr die Hitze. „Straight hoch“ gehe die Linie. „Wo ich mir denke: Lol, krass, das bringt so wenig, was wir machen.“ Lol, laughing out loud, sagten die Jugendlichen schon in den Neunzigern, als der Meeresspiegel noch mehrere Zentimeter tiefer lag. Konstantin lacht nicht. Er verzieht nur den Mund.

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