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Klimaprotest in Aachen : Lärm ohne Zukunft

Demonstration von „Fridays for Future“ am Freitag in Aachen Bild: dpa

Fridays for Future geht es um Lärm, aber offenbar nicht um die Zukunft. Wenn es anders wäre, müsste man sich doch zumindest auf den Versuch eines Dialogs einlassen.

          Nicht nur der FDP-Vorsitzende Christian Lindner musste unlängst an der Universität Leipzig die Erfahrung machen, dass es den streikenden Schülern von Fridays for Future um Lärm, aber offenbar nicht um die Zukunft geht. Wenn es anders wäre, müsste man sich doch zumindest auf den Versuch eines Dialogs einlassen.

          Auch als kürzlich Protestler den Frankfurter Römer aufsuchten, verzogen sie sich wieder, bevor die Stadtverordneten auf den Vorhalt, die Politik würde gar nichts gegen den Klimawandel tun, auch nur antworten konnten.

          Ganz abgesehen davon, dass die Botschaft längst angekommen ist – ernst nehmen kann man nur jemanden, der auch zum Dialog bereit ist. Es ist ein peinlicher Opportunismus, dass gestandene Wissenschaftler („Scientists for Future“) auf den Schülerzug springen und verantwortliche Politiker so tun, als hätten sie selbst bisher nichts in Sachen Umweltschutz zustande gebracht.

          Logisch, dass sich die Bewegung nun internationalisiert und der Nobelpreis winkt. Die Vereinten Nationen können abdanken. Und das Klima ist beeindruckt.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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