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Kampf gegen die Pandemie : Ein bisschen Autokratie geht nicht

Eine „Querdenkerin“ auf einer Demonstration. Bild: dpa

Auch liberale Demokratien können die Pandemie bekämpfen – und dabei freiheitlich bleiben. Aber man muss wachsam sein.

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          Wer ist der größte Verlierer der Corona-Krise? Sind es die Alten, die Jungen, die Gastronomie, die Industrie, die Kultur? Der ehemalige Richter des britischen Supreme Court hält die Verluste auf all diesen Feldern für schlimm – aber, so schrieb Jonathan Sumption kürzlich in einem Zeitungsbeitrag, das größte Opfer der Pandemie sei die liberale Demokratie: Eine freie Gesellschaft zeichne sich durch die Grenzen aus, die staatlichem Handeln gesetzt würden.

          Und diese Grenzen hingen nicht von Gesetzen ab, sondern von „unseren Haltungen“. Sumption schreibt das vor dem Hintergrund, dass das totalitäre China in seinem Land zum Vorbild in der Pandemie erklärt worden sei, und mit Blick auf den nicht selten zu hörenden Ruf, liberale Demokratien seien nicht geeignet, die Pandemie wirksam zu bekämpfen.

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