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Freiburger Weihnachtsbotschaft : Zollitsch: Abtreibung kein Menschenrecht

  • Aktualisiert am

„Recht auf Leben in sein Gegenteil verkehrt“: Erzbischof Robert Zollitsch in einer Aufnahme aus dem Juni Bild: dpa

Der Freiburger Erzbischof Zollitsch hat in seiner Weihnachtspredigt das Recht auf Leben als zentralen Inhalt der Weihnachtsbotschaft bezeichnet. Vorstöße in der EU, Abtreibungen zu legalisieren, seien eine Umkehrung aller Werte des Christentums.

          Der katholische Erzbischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch hat in seiner Weihnachtspredigt den Schutz des Lebens als zentrale Aufgabe der Christen hervorgehoben. Gott wähle den Weg in die Welt als „kleines, wehrloses Kind, weil er uns liebevoll begegnen will und um unsere Liebe wirbt“, sagte Zollitsch am Mittwoch in seiner Weihnachtspredigt im Freiburger Münster. „Beinahe unmerklich“ lade Gott so dazu ein, seine Liebe zu erwidern und für das Leben einzutreten: „Es ist uns Christen aufgetragen darauf zu achten, dass die Menschenrechte voll respektiert und nicht aufgeweicht werden.“

          Zollitsch kritisierte in seiner Predigt einen zuletzt im Europaparlament in Straßburg debattierten Vorstoß, den Frauen in der EU das Recht auf eine sichere und legale Schwangerschaftsunterbrechung zu gewähren. Der Antrag im EU-Parlament, der auch Vorschläge für einen obligatorischen Sexualkundeunterricht in den EU-Staaten enthielt, war zuletzt nach heftigem Widerstand konservativer Gruppen sowie der katholischen Kirche mit knapper Mehrheit abgelehnt worden.

          „Recht auf Leben in sein Gegenteil verkehrt“

          Der Antrag habe die Abtreibung eines Kindes aus dem Leib der Mutter als Menschenrecht einfordern wollen, sagte Zollitsch in Freiburg. „Er hatte die Umkehrung aller Werte zum Ziel.“ Der Erzbischof forderte dazu auf, das Leben zu achten und zu schützen: „Weihnachten sagt uns, dass wir als Christen nicht zusehen können, wenn das Recht auf Leben in sein Gegenteil verkehrt wird.“

          Wer meine, durch die Unterstützung der Abtreibung einem modernen Gesellschaftsbild zu entsprechen, solle auf die Worte von Papst Franziskus hören, sagte Zollitsch weiter. Dieser habe gesagt, „es ist nicht fortschrittlich, sich einzubilden, die Probleme zu lösen, indem man ein menschliches Leben vernichtet“.

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