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Haftbefehl nicht vollstreckt : Warum war der Freiburger Vergewaltiger nicht in Haft?

Ein Wagen der Polizei fährt durch die Freiburger Innenstadt. Bild: dpa

Der mutmaßliche Haupttäter im Freiburger Vergewaltigungsfall wurde schon seit langem per Haftbefehl gesucht. Er soll einen Behinderten verprügelt und vor einer Minderjährigen onaniert haben. Warum saß er noch nicht im Gefängnis?

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          Die Gruppenvergewaltigung einer Achtzehnjährigen in Freiburg wirkt umso tragischer, als der mutmaßliche Haupttäter den Polizeibehörden bereits seit langem bekannt und per Haftbefehl gesucht war. Entsprechend schnell wurde nach der Tat auch Kritik am baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl (CDU) laut, bis hin zur Forderung nach seinem Rücktritt durch den FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke.

          Constantin van Lijnden

          Redakteur für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          Bemerkenswert offen äußerte sich der stellvertretende Leiter der Kriminalpolizeidirektion, Bernd Belle, auf einer Pressekonferenz am Freitag: „Wenn Sie jetzt in der Presse schreiben, die Polizei hätte es verhindern können, dann haben Sie natürlich vom Ergebnis her recht.“

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