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Wut nach Petrys Austritt : Die Geister, die sie rief

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Lange hat Frauke Petry die sozialen Netzwerke genutzt, um gegen die Bundesregierung Stimmung zu machen. Nach ihrem Fraktionsaustritt wenden sich viele Internetnutzer nun aber gegen sie.

          Die Entscheidung der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry, kurz nach der Bundestagswahl Partei und Fraktion zu verlassen, hat im Netz großen Unmut hervorgerufen. Auf Petrys Facebook-Seite lassen hunderte Nutzer ihrer Wut freien Lauf.

          „Verlogen“, nennt einer Petrys Verhalten. „Das macht doch sehr den Eindruck, dass hier Karriere vor Überzeugung steht.“ – „Ich hab mal sehr viel von Ihnen gehalten“, schreibt eine Nutzerin, „aber Ihr jetziges Verhalten ist unter aller Kanone. Vor allem wie Sie den Bruch vollzogen haben. Hauptsache ganz großes Kino. Pfui Teufel.“ Und ein gewisser Werner Schmidt schreibt: „Frau Petry, Sie gehören in den Knast und nicht in den Bundestag!“

          „Judaslohn“ bei Talkshow-Auftritt

          Besonderer Unmut trifft Petry auch, weil sie ankündigte, am Mittwochabend in der TV-Sendung „Maischberger“ auftreten zu wollen und sich dort über ihre Zukunft zu äußern. Zahlreiche Nutzer kritisierten, dass Petry im Wahlkampf noch gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gewettert hatte und sich nun eben dort zu ihrer Situation erklären will. Petry erhalte dort ihren „Judaslohn“ mutmaßte ein Nutzer.

          Petry hatte am Montag nach der Wahl in der Bundespressekonferenz ihren Austritt aus der AfD-Bundestagsfraktion angekündigt, gleichzeitig aber bekanntgegeben, dass sie ihr Bundestagsmandat behalten wolle. Petry hatte bei der Wahl am Sonntag das Direktmandat in ihrem Wahlkreis in der sächsischen Schweiz gewonnen. Noch findet sich auf ihrer Facebook-Seite ein großes Banner, mit dem sie für die AfD wirbt.

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