https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/frauke-petry-die-afd-mag-happy-birthday-nicht-13139564.html

Spitzenpolitikerin Petry : Die AfD mag „Happy Birthday“ nicht

  • Aktualisiert am

Will mehr deutsche Musik hören: AfD-Politikerin Frauke Petry Bild: dpa

Die AfD-Vorsitzende im sächsischen Landtag, Frauke Petry, hält es für bedenklich, wenn auf Kindergeburtstagen vor allem das englische Lied „Happy Birthday“ gesungen wird: „Wir treten dafür ein, dass die deutsche Sprache gepflegt wird.“

          1 Min.

          Die Vorsitzende der „Alternative für Deutschland“ (AfD) im sächsischen Landtag, Frauke Petry, mag sich nicht damit anfreunden, wenn auf Kindergeburtstagen das Lied „Happy Birthday“ gesungen wird. Die Politikerin, die gerade mit ihrer Partei erstmals in einen Landtag eingezogen ist, sagt in der „Bild am Sonntag“, es störe sie, wenn auf Kindergeburtstagen nicht auch deutsche Lieder gesungen würden. „Wir treten dafür ein, dass die deutsche Sprache gepflegt wird“, sagt Petry der Zeitung. „Mir geht es dabei um Ausgewogenheit.“

          In der Zeitung vergleicht die AfD-Politikerin darüber hinaus die CDU mit der früheren Einheitspartei in der DDR, der SED, und wirft den Christdemokraten mangelnde innerparteiliche Demokratie sowie Entfremdung von den Bürgern vor. „Karrieren verlaufen in der CDU ähnlich wie früher in der SED“, erklärt Petry. „In der CDU bleibt alles unter einer Decke. Gemacht wird, was Frau Merkel will. Das ist doch ein demokratisches Trauerspiel.“

          Mehrheit der Deutschen hält AfD für kurzlebig

          In Teilen der deutschen Bevölkerung kommt die AfD mit derlei Aussagen offenbar gut an: Einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die „Bild am Sonntag“ zufolge können sich 22 Prozent der Deutschen vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl ihr Kreuz bei der Partei zu machen. Das Potenzial der „Alternative für Deutschland“ ist bei Männern mit 25 Prozent größer als bei Frauen (19 Prozent) und im Westen genauso groß wie im Osten (je 22 Prozent). Allerdings erwarten nur 23 Prozent der Bundesbürger, dass die AfD auf Dauer eine wichtige Rolle in der deutschen Politik spielen wird. 71 Prozent glauben es nicht.

          Im aktuellen Sonntagstrend erreicht die AfD derzeit bundesweit sechs Prozent und wäre damit auch im Bundestag vertreten. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Einen Punkt abgeben müssen CDU/CSU (jetzt 42 Prozent) und SPD (25 Prozent). Die Linke erreicht zehn Prozent (plus ein Prozentpunkt), die Grünen unverändert neun Prozent. FDP und Sonstige liegen ebenfalls unverändert bei drei beziehungsweise fünf Prozent.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die EZB wird voraussichtlich im Juli erstmals seit zehn Jahren die Zinsen erhöhen.

          Hohe Inflation : Von wegen Zinswende!

          Die Zinsen steigen. Doch die Inflation frisst das alles wieder auf. Die Folge: Die Realzinsen sind negativ und so niedrig wie noch nie – leider wird das so bleiben.
          Im Rhein-Taunus-Krematorium fährt im Januar 2022 ein Sarg mit einem Corona-Toten in den Ofen.

          Pandemie im Sommer : Schaut auf die Corona-Toten!

          Deutschland hat eine hohe Übersterblichkeit, jeden Tag gibt es 150 bis 200 Corona-Tote. Ignoranz und Abstumpfung sind der falsche Weg. Die Gesellschaft muss jetzt die richtigen Fragen stellen.
          Panzerhaubitzen 2000 in Munster

          Krieg in der Ukraine : Wo liegt die Grenze zum Kriegseintritt Deutschlands?

          Laut Völkerrecht hat Russland selbst dann nicht das Recht, Ziele in Deutschland anzugreifen, wenn es an der Seite der Ukraine am Krieg teilnimmt. Die Bundesregierung ist nicht ganz unschuldig daran, dass dieser Eindruck dennoch entstehen konnte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Sprachkurs
          Lernen Sie Englisch
          Kapitalanlage
          Pflegeimmobilien als Kapitalanlage