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Giffey unter Plagiatsverdacht : Die SPD steckt in der Zwickmühle

Noch sitzt Franziska Giffey als Familienministerin mitten im Geschehen. Hier beim Besuch einer Kita in Berlin-Friedrichshain Bild: dpa

Seit drei Monaten wird die Doktorarbeit von Familienministerin Franziska Giffey auf Plagiate hin überprüft. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat der Debatte jetzt neuen Schwung gegeben – das Dilemma der SPD wird immer größer.

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          „Gute Politik beginnt für mich immer beim Betrachten der Wirklichkeit“, sagt Familienministerin Franziska Giffey über sich selbst. Der Satz steht auch unter ihren offiziellen Bildern, sie verwendet ihn häufig in ihren Reden. Ein einfacher, klarer Satz, der zu ihr passt. Er stammt bloß nicht von Giffey, sondern von Kurt Schumacher, dem SPD-Vorsitzenden der frühen Nachkriegszeit. Kleines Plagiat am Rande.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Aber nachgeplappert haben ihn auch schon andere, der CDU-Politiker Volker Kauder etwa. Ein Plagiator war Kauder deswegen nicht. Was man von Familienministerin Giffey so noch nicht sagen kann. Denn die Ministerin, die auch für frühkindliche Bildung verantwortlich ist, hat vor ein paar Jahren eine Doktorarbeit geschrieben, in der sich zahlreiche Passagen finden, die nun als abgekupfert, falsch zitiert oder nicht belegt gelten.

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