55 Jahre Élysée-Vertrag :
„Unsere beiden Länder sind eine Familie“

Lesezeit: 3 Min.
Festakt der Freundschaft: Minister und Kanzlerin erheben sich nach der Rede François de Rugys.
Der Präsident der französischen Nationalversammlung, François de Rugy, setzt sich bei seiner Rede im Bundestag für eine Erneuerung des Élysée-Vertrags ein. Nicht alle Parteien sind begeistert.

Eine Arbeitssitzung als Festakt: Zum 55. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags hat der Bundestag eine Erneuerung der deutsch-französischen Freundschaft gefordert. Auf einer Sondersitzung am Montagvormittag, an der auch Abgeordnete der französischen Nationalversammlung teilnahmen, trug deren Präsident François de Rugy eine Rede in tadellosem Deutsch vor, was Wolfgang Schäuble, den Bundestagspräsidenten, später veranlasste, von einer hohen Hürde für ihn selbst zu sprechen – er reiste am Nachmittag mit einer Delegation nach Paris, um seinerseits vor der Assemblée nationale zu sprechen. Rugy warnte vor den Gefahren durch Abschottung und Nationalismus: „Populismus und nationalistische Bewegungen bedrohen alle europäischen Nationen.“ Er hob die Bedeutung der bilateralen Beziehungen für Europa hervor und sagte, Frankreich und Deutschland seien heute nicht mehr nur ein Paar, sondern eine Familie.

Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.