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Gas-Krise : Fracking wäre eine Lösung

Sicher ist sicher: Ein verschlossenes Bohrloch in Barnstorf Bild: Daniel Pilar

Noch vor dem Ukrainekrieg hielt eine Expertenkommission der Bundesregierung fest: Die Risiken des Frackings sind heute beherrschbar. Doch die Ampel tut so, als hätte es diesen Bericht nie gegeben. Und sie scheut den Konflikt mit Umweltaktivisten.

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          Deutschland hat genug Gas. Es ist direkt hier, unter unseren Füßen, 1300 Milliarden Kubikmeter. Das ist viel, unser ganzes Land könnte 14 Jahre lang damit heizen, ohne etwas zu importieren. Würden wir hundert Jahre lang ein bisschen fördern, könnten wir zumindest die Preise drücken. Das ist die gute Nachricht.

          Justus Bender
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Morten Freidel
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

          Die schlechte ist: Niemand will das Gas fördern. Denn es ist Schiefergas, und um da dranzukommen, muss man fracken. Die meisten Bürger haben eine Ahnung, dass Fracking sehr gefährlich sein kann, sie kennen Geschichten aus Amerika und Bilder von brennendem Leitungswasser. Im schlimmsten Fall kann es zu Erdbeben kommen, Methan kann in die Atmosphäre entweichen, das Grundwasser kann verseucht werden. Deshalb hat die große Koalition 2016 das Fracking verboten und eine Expertenkommission beauftragt, die Risiken des Frackings zu erforschen. Auf Grundlage ihres Berichts sollte der Bundestag im Jahr 2021 noch mal beraten. Die Kommission wurde mit lauter Umweltschützern besetzt, vom Umweltbundesamt, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und so weiter. Vielleicht dachten die Politiker, so würde man schon herausfinden, wie gefährlich das Fracking ist. Das Gegenteil geschah.

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