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Forsa-Umfrage : Merkel verliert an Zustimmung

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Verliert im aktuellen Wahltrend drei Punkte: Bundeskanzlerin Angela Merkel, hier bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Bild: AP

Bundeskanzlerin Merkel büßt in der Flüchtlingskrise an Popularität ein. Vor allem CSU-Anhänger wenden sich in einer aktuellen Umfrage von ihr ab.

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          Die Popularität von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist einer Umfrage zufolge gesunken. Im aktuellen Wahltrend von „Stern“ und RTL büßt Merkel gleich drei Punkte auf jetzt nur noch 49 Prozent ein, ihr niedrigster Wert in diesem Jahr. Unter den Anhängern der Union sprechen sich mit 74 Prozent deutlich weniger CSU-Anhänger für die Kanzlerin aus. Bei den Sympathisanten der CDU sind es 89 Prozent.

          Vom Sympathieverlust der Kanzlerin kann SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel allerdings nicht profitieren. Bei der sogenannten Kanzlerpräferenz, wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte, liegt er mit nur 13 Prozent weiterhin 36 Prozentpunkte hinter Merkel.

          Bei den Präferenzwerten für die einzelnen Parteien verlieren die Unionsparteien CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und kommen nun auf 40 Prozent. Die SPD liegt weiterhin bei 24 Prozent, die Grünen und die Linke bleiben bei jeweils zehn Prozent, und die AfD verharrt bei vier Prozent. Die FDP gewinnt einen Punkt und wäre mit fünf Prozent im Bundestag vertreten.

          Forsa-Chef Manfred Güllner kommentierte die Ergebnisse mit den Worten: „Dass CDU/CSU einen Prozentpunkt verlieren, ist auf die polternde Kritik des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer an Angela Merkels Kurs in der Flüchtlingspolitik zurückzuführen.“ Damit bestraften die Bürger eine für sie nicht nachvollziehbare Uneinigkeit in der Union.

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