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Forsa-Erhebung : AfD auf niedrigstem Stand seit Ende 2015

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Höhenflug vorerst gestoppt? Die AfD mit ihrer Vorsitzenden Frauke Petry muss in jüngsten Umfragen weitere Verluste hinnehmen Bild: dpa

Die Querelen um ihren umstrittenen Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke bekommen der AfD offensichtlich nicht: In neuen Umfragen sinkt die Zustimmung weiter. Die SPD kann ihre gute Position hingegen behaupten.

          Die Alternative für Deutschland verliert derzeit weiter an Zustimmung. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die AfD nur noch auf 8,5 Prozent der Stimmen, wie eine Allensbach-Umfrage im Auftrag der F.A.Z. ergab. Das sind drei Prozentpunkte weniger als Ende Januar und der niedrigste Wert seit Anfang Dezember 2015.

          Die SPD liegt in der Erhebung knapp hinter der CDU, holt aber auf. Die Sozialdemokraten kommen demnach auf 30,5 Prozent der Stimmen, Ende Januar waren es lediglich 23 Prozent. Die Union kommt auf 33 Prozent der Stimmen nach zuvor 36 Prozent. Die Grünen verlieren einen Punkt auf acht Prozent, die Linke 1,5 Punkte auf acht Prozent. Die FDP bleibt bei 7 Prozent. Befragt wurden 1542 Teilnehmer vom 1. bis 15. Februar. Die Sozialdemokraten befinden sich seit der Festlegung auf Martin Schulz als Kanzlerkandidaten im Umfragehoch. Die Partei will den früheren Präsidenten des Europaparlamentes im März offiziell zum Spitzenkandidaten wählen.

          AfD verliert mehrere Großspender

          Unterdessen hat die AfD nach der umstrittenen Dresdner Rede des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke mehrere Großspender verloren. Das berichtet die „Lausitzer Rundschau“. „Insgesamt kostet uns diese Veranstaltung deutlich über 100.000 Euro“, sagte Generalsekretär Uwe Wurlitzer demnach am Dienstag bei einer Parteiveranstaltung in Oschatz (Kreis Nordsachsen) mit Blick auf den Dresdner Höcke-Auftritt. Die Summe fehlt jetzt für den Bundestagswahlkampf. Bei ihrem Landesparteitag in Klipphausen Ende Januar hatte die sächsische AfD ein Wahlkampfbudget von 600.000 Euro festgesetzt.

          Wurlitzer habe Höcke auf der Parteiveranstaltung scharf kritisiert, heißt es in dem Bericht weiter. Es sei „entsetzlich, dass der Björn in unserer 1000-jährigen Geschichte immer nur diese zwölf Jahre thematisiert“, habe Wurlitzer in Anspielung auf die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland gesagt. Zudem fürchte der Generalsekretär der sächsischen AfD nun um Wählerstimmen in den westlichen Bundesländern.

          Umfrage

          , Umfrage von:
          Quelle: wahlrecht.de Alle Ergebnisse aus Bund und Ländern

          Höcke hatte im Januar offensichtlich mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Er erntete damals empörte Reaktionen, die er später als „bösartige und bewusst verleumdende Interpretationen“ zurückwies.

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