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Förderprogramm : Altmaier will Maskenproduktion ankurbeln

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Der österreichische Matratzenproduzent Elastica hat seine Näherei umgebaut, um Schutzmasken zu fertigen. Auch in Deutschland soll die Produktion massiv aufgestockt werden. Bild: dpa

Die Bundesregierung plant einen Investitionskostenzuschuss von 30 Prozent. Als Zielvorgabe nennt Wirtschaftsminister Peter Altmeier eine Produktionskapazität von 2,5 Milliarden Schutzmasken pro Jahr.

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          Mit einem umfassenden Förderprogramm will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Produktion sicherer Atemschutzmasken in Deutschland massiv beschleunigen. Noch im Mai starte ein sogenanntes Sprinterprogramm, mit dem die Bundesregierung „kurzfristig verfügbare Maschinen zur nationalen und europäischen Herstellung zertifizierter Masken“ fördern wolle, sagte Altmaier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Geplant sei ein Investitionskostenzuschuss von bis zu 30 Prozent.

          Mit dem Sprinterprogramm wolle die Bundesregierung Anreize schaffen, um eine Produktionskapazität von jährlich etwa 2,5 Milliarden Schutzmasken aufzubauen, sagte Altmaier. Im Vordergrund stehe die Förderung der Produktion von Vlies, einem zentralen Grundstoff für die Maskenherstellung. „Wenn wir die jährlich produzierte Menge von Filtervlies um 4000 Tonnen erhöhen, können damit bis zu fünf Milliarden Schutzmasken pro Jahr produziert werden“, erklärte der Wirtschaftsminister.

          Zur Frage, ob die bereits im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel geltende Mundschutzpflicht auf weitere Bereiche ausgeweitet werden könnte, sagte Altmaier, dies könne nur aufgrund „konkreter Entwicklungen und Umstände“ entschieden werden. Solange es keinen Impfstoff gegen Coronavirus-Infektionen gebe, „müssen wir mit Hygiene- und Abstandsmaßnahmen leben“, betonte Altmaier. Dazu gehöre auch der Mundschutz.

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