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Folgen der Flutkatastrophe : Die Gurke im Garten kann nun giftig sein

Nach der Hochwasserkatastrophe stapeln sich Schutt und Abfall im rheinland-pfälzischen Ahrtal. Der wird bald weg sein – aber Schäden werden bleiben. Bild: Lucas Bäuml

Während die Helfer im Ahrtal noch Schlamm schippen, droht schon neues Unheil. Es besteht Seuchengefahr, und die Umwelt könnte über Jahre Schaden nehmen.

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          Im gesamten Ahrtal gibt es kein funktionierendes Abwassersystem mehr. Vielerorts haben die Fluten alle Kanäle aus dem Boden gerissen. Dort, wo es noch Rohre gibt, fließt das Abwasser nun in den Fluss. Alle drei Kläranlagen im Tal wurden schwer beschädigt oder zerstört und sind außer Betrieb. In den Becken der Kläranlage „Untere Ahr“ in Sinzig treibt Plastik, das Hochwasser hat das Gelände überspült und verwüstet, Bagger und Lastwagen räumen derzeit den angeschwemmten Müll weg und ebnen das Gelände wieder ein. Die Ahr stinkt ebenso wie der Schlamm, den die Fluten in den Dorfstraßen und Häusern verteilten. Im gesamten Tal liegt auch der Geruch von Kraftstoff in der Luft. In unzähligen Häusern wurden die Heizöltanks ausgespült, auch Tankstellen wurden zerstört, und immer noch stecken entlang des Flusses Autos im Schlamm.

          Julian Staib
          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Im Tal wächst deswegen die Sorge vor einer Umweltkatastrophe, die auf die Flut folgt. Rund 56.000 Menschen leben entlang der Ahr. Immer noch sind viele ohne Wasser, Strom und Gas. Das Technische Hilfswerk versorgt sie mittels provisorischer Wasseraufbereitungsanlagen. Knapp 6000 Rettungskräfte sind derzeit im Tal im Einsatz. Täglich fahren zudem mehrere Tausend Freiwillige dorthin und helfen hauptsächlich dabei, die Häuser und Grundstücke vom Schlamm zu befreien.

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