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Naturkatastrophen : Keiner will die Verantwortung gehabt haben

  • -Aktualisiert am

Während wie hier in Bad Münstereifel der Wiederaufbau läuft, wird in Düsseldorf die Flut politisch aufgearbeitet. Bild: Frank Röth

In Düsseldorf und Mainz bringen Untersuchungsausschüsse zum Flut-Katastrophenmanagement Minister in Bedrängnis. In NRW spielt dabei die bevorstehende Landtagswahl eine zunehmend wichtige Rolle.

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          In Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz bemühen sich derzeit parlamentarische Untersuchungsausschüsse um die Aufarbeitung der Juli-Flut. In beiden Gremien stehen der jeweilige Innenminister und die jeweilige Umweltministerin im Fokus. Po­litisch besonders aufgeladen ist die At­mosphäre in Düsseldorf. Die Opposition aus SPD und Grünen hofft kurz vor der nordrhein-westfälischen Landtagswahl Mitte Mai im Ringen mit der schwarz-gelben Regierung noch auf den ein oder an­deren Geländegewinn. Nach bisherigem Erkenntnisstand war das Krisenmanagement in Rheinland-Pfalz vor und unmittelbar nach der Katastrophe jedoch (noch) verheerender als in NRW.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) nahm sich der Lage zwar höchstpersönlich an, besuchte am Abend des 14. Juli das Einsatzzentrum des Landkreises Bad Neuenahr-Ahrweiler. Doch ist unklar, ob er die konkreten, höchst alarmierenden Hochwasserpro­gnosen für das Ahrtal kannte, die das Landesamt für Umwelt versandt hatte, das der damaligen Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne) unterstand. Jedenfalls zog Lewentz die Sache nicht an sich und schlug auch nicht Alarm.

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