https://www.faz.net/-gpf-aebyg
Bildbeschreibung einblenden

Flutopfer in Erftstadt : Bangen an der Abbruchkante

Ein Bild, das um die Welt ging: Wassermassen bahnen sich am 16. Juli ihren Weg durch den Erftstädter Stadtteil Blessem. Bild: AFP

In Blessem sind die Bewohner nach der Flutkatastrophe noch immer mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Viele stehen vor dem Nichts und fürchten: Was ist, wenn man uns Flutopfer vergisst?

          6 Min.

          Das Haus muss weg. Seit wenigen Stunden ist das definitiv klar: Das Zweifamilienhaus von Thomas Hillebrandt in der Radmacherstraße 12 ist nicht zu retten, es muss abgerissen werden. „Bürgermeisterin Carolin Weitzel rief vorhin an, damit ich es nicht erst auf der Bürgerversammlung erfahre“, sagt Hillebrandt und hält kurz inne. Immerhin habe er nun Gewissheit. Bittere Gewissheit.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Vor zwei Wochen trat die Erft, sonst ein friedliches Flüsschen, mit nie gekannter Wucht über die Ufer. Durch Blessem fegte ein brauner Strom, der sich zuerst ausbreitete und dann immer fürchterlicher fokussierte. Denn hinter dem Ort fand das Wasser ein Ziel: eine Kiesgrube. Immer toller schoss es in die Grube, riss dabei einen großen Teil der Radmacherstraße metertief auf, wie ein wildgewordener Riese mit einem Pflug.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der französische Präsident Emmanuel Macron inspiziert im Juli 2019 im Hafen von Cherbourg das atomgetriebene U-Boot „Suffren“.

          U-Boot-Deal : Frankreich fühlt sich hintergangen

          Zwischen Paris und Washington knirscht es gewaltig: Frankreich ist wegen des U-Boots-Deals der Vereinigten Staaten mit Australien erbost. US-Außenminister Blinken versuchte die Wogen in Paris zu glätten – erfolglos.
          Gemischte Gefühle bei der Rückkehr nach Deutschland.

          Fußball-Weltmeister Özil : Diese Wunde schließt sich nicht

          Mesut Özils Rückkehr ist bedrückend. „Scheiß-Türken“, heißt es von der Tribüne beim Spiel von Fenerbahce Istanbul gegen die Eintracht. Am Tag danach macht er deutlich: Sein Platz ist jetzt anderswo.