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Flutkatastrophe : „In der Not weiß man, wo die Freunde sind“

In Altenburg, Ortsteil von Altenahr Bild: Lucas Bäuml

Am Tag danach zeigt sich, wie groß die Katastrophe wirklich ist. In den überfluteten Ortschaften entlang der Ahr und bis nach Hagen wird immer noch nach Opfern gesucht. Es gibt viele Tote zu beklagen.

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          In dem Haus ist der Pegelstand als braune Linie erkennbar, in etwa in Kopfhöhe. Ein Mann kommt heraus. Ob er da gewesen sei, als das Wasser kam? Statt einer Antwort bricht er in Tränen aus und geht weg. Sein Haus steht ganz vorne an der Ahr, wo der Blick über den kleinen Fluss und ins Tal zu normalen Zeiten wunderbar sein muss. Jetzt ist nicht mehr erkennbar, wo der Garten des Hauses einmal war.

          Julian Staib
          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Wie durch ein Wunder ist das Gebäude stehengeblieben, auch wenn ein Teil des Vordachs zu fehlen scheint. Drumherum alles voller Müll und Schlamm. Davor schieben sich die immer noch viel zu breiten braunen Wassermassen der Ahr vorbei. Bäume sind abgeknickt oder vom vorbeitreibenden Müll geschält worden. Beim Haus gegenüber fehlt die Hälfte. Die Brücke weiter unten gibt es nicht mehr.

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