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Flug Windhuk-München : Offenbar Sprengsatz entdeckt

  • Aktualisiert am

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen am Münchner Flughafen Bild: dpa

Sicherheitskräfte in Namibia haben ein verdächtiges Gepäckstück mit einem möglichen Sprengsatz sichergestellt, das auf einen Charterflug von Windhuk nach München verladen werden sollte. Das Bundeskriminalamt prüft derzeit, ob die Vorrichtung zündfähig war.

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          Die namibische Polizei hat einen möglichen Sprengstoffanschlag auf eine Chartermaschine nach Deutschland vereitelt. Wie das Bundeskriminalamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, wurde beim Verladen des Gepäcks in einen Airbus der Fluggesellschaft LTU/Air Berlin von Windhuk nach München von der Polizei ein verdächtiges Gepäckstück entdeckt.

          Beim anschließenden Durchleuchten seien Batterien gefunden worden, die über Kabel mit einem Zünder und einer laufenden Uhr verbunden waren. Ob der Sprengsatz zündfähig war, wird noch untersucht. Das Bundeskriminalamt hat seinen zuständigen Verbindungsbeamten aus Südafrika nach Namibia zur Unterstützung der dortigen Behörden entsandt und wird weitere Experten entsenden.

          „Die Kontrollen haben funktioniert“

          Die 296 Passagiere des Fluges sowie das gesamte Gepäck und das Flugzeug selbst wurden vor Abflug einer nochmaligen Kontrolle unterzogen. Sie sind zwischenzeitlich wohlbehalten in der Nacht zu Donnerstag angekommen. Nach Angaben einer Sprecherin der Fluggesellschaft war die Maschine schon beladen, als das verdächtige Gepäckstück in der Halle entdeckt wurde, in der zuvor das Gepäck der Air-Berlin-Passagiere lagerte. Die Maschine sei wieder entladen und das Gepäck nochmals durchleuchtet worden.

          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nach dem Fund in Namibia die Sicherheitsbehörden gelobt. „Die Kontrollen haben auf jeden Fall funktioniert“, sagte er am Donnerstag am Rande der Innenministerkonferenz in Hamburg. Bewerten wollte er den Fund nicht: „Ich kann weder bestätigen, dass es einen Zündmechanismus gab, noch dass er funktionsfähig war“, sagte er und verwies auf die Erklärung des Bundeskriminalamts. De Maizière sagte, es spreche viel dafür, „dass das Gepäckstück in einer Maschine transportiert werden sollte, die nach München fliegen sollte“. Einzelheiten würden erst in den nächsten Tagen bekannt „und dann auch selbstverständlich (...), wenn die Ergebnisse zuverlässig sind, der Öffentlichkeit mitgeteilt“.

          Er sprach sich dagegen aus, angesichts der erhöhten Terrorgefahr in Deutschland vorschnell nach neuen Sicherheitsgesetzen zu rufen. (Siehe auch: Terrorwarnungen: Unionspolitiker fordern schärfere Sicherheitsgesetze)

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