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Nachwirkungen von 2015 : Leiterin des Flüchtlingsamts verlangt mehr Personal

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Die Leiterin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf): Jutta Cordt (Archivbild von Dezember 2016) Bild: dpa

Der große Andrang von Flüchtlingen ist vorerst gestoppt – doch die Arbeit im Bundesflüchtlingsamt nimmt nicht ab. Deshalb fordert die Chefin der Behörde nun deutlich mehr Mitarbeiter.

          Das Bundesflüchtlingsamt fordert mehr Personal, um den anstehenden Berg regulärer Überprüfungen positiver Asylbescheide bewältigen zu können. „Wir brauchen aktuell nach unserer Bewertung ein Stück weit mehr Dauerpersonal“, sagte die Leiterin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Jutta Cordt, im SWR-„Interview der Woche“.

          Laut Gesetz muss das Bundesamt spätestens nach drei Jahren prüfen, ob der Schutzstatus für einen Asylbewerber weiterhin gewährt wird. Daher stehen im kommenden Jahr zahlreiche Fälle zur Neubewertung an, weil 2015 viele Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.

          „Einmal prüfen wir: Wie sehen die Situationen im Herkunftsland aus, haben sich dort die Verhältnisse geändert, ist zum Beispiel noch ein Bürgerkrieg dort?“, erklärte Cordt. Falls nicht, müssten die Flüchtlinge damit rechnen, in ihre Heimat zurückgeschickt zu werden.

          Auch wenn sich im Kontakt mit den Ausländer- und Sicherheitsbehörden herausstelle, dass ein Flüchtling in der Zwischenzeit in Deutschland eine Straftat begangen oder seine Identität gefälscht habe, könne ihn das Bamf zu einer neuen Anhörung einbestellen und gegebenenfalls den Schutzstatus widerrufen. In diesem Jahr wurden laut Bamf mehr als 300 positive Bescheide bei einer Neuprüfung zurückgenommen.

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