https://www.faz.net/-gpf-86970

Flüchtlinge : Zahl der Asylbewerber erreicht im Juli Rekordhoch

  • Aktualisiert am

Im Land der Träume: Die Gürtelschnalle eines Asylbewerbers in Dresden zeigt welches Land er zur Heimat möchte. Bild: dpa

Im Juli sind so viele Asylbewerber in Deutschland angekommen wie noch nie zuvor in einem Monat. Momentan sind 209.000 Asylanträge in Bearbeitung.

          1 Min.

          Mit 79.000 im Juli nach Deutschland geflohenen Menschen habe es „den höchsten Zugang aller Zeiten“ gegeben, sagte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) am Freitag in München. Manfred Schmidt, der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, sprach von einem „Allzeitrekord“. Derzeit kämen sehr viele Asylbewerber aus den Kriegs- und Krisenregionen in Syrien, im Irak und in Afghanistan.

          Ende August will das Bundesamt seine Prognose aktualisieren. Bisher rechnet Schmidt mit 450.000 Asylbewerbern in diesem Jahr. Erste Priorität für den Behördenchef hat nun die beschleunigte „Rückführung“ von Asylbewerbern aus Südosteuropa - Schmidt nannte einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen nach der Ankunft. „Wir werden uns im ersten Schritt auf Albanien konzentrieren.“ Innerhalb weniger Wochen habe es „mehr als 30.000 Zugänge allein aus Albanien mit einer Schutzquote von nur 0,1 Prozent“ gegeben.

          Momentan seien 209.000 Asylanträge in Bearbeitung. „Davon sind 90 000 vom Balkan und 40 000 aus Syrien“, sagte Schmidt. „Da sehen Sie, dass das Gefüge nicht mehr stimmt.“

          Weitere Themen

          Im Dienste seiner Majestät

          Marokkos neuer Regierungschef : Im Dienste seiner Majestät

          Die Nähe zum Königshaus hat Aziz Akhannouch geholfen, zu einem der reichsten Männer Marokkos zu werden. Jetzt soll er die Geschicke des Landes führen – die Nähe zum König bleibt.

          Topmeldungen

          Armin Laschet nach der Präsidiumssitzung der CDU am Montag in Berlin

          Laschet in Not : Warten auf die Wende

          Die launige Stimmungsdemokratie tut Laschet nicht den Gefallen einer „Wende“ durch die Medien. Auf die konnte sich die CDU noch nie verlassen. Aber das war und ist nicht die Schwäche der Union, sondern ihre Stärke.
          Frank Plasberg wollte anhand von Leitfragen die Unterschiede zwischen den Parteien deutlich machen.

          TV-Kritik Hart aber fair : Die Nato wird wohl nicht aufgelöst

          Frank Plasberg hat sich kurz vor der Wahl etwas Besonderes ausgedacht. Mit Leitfragen will er die Unterschiede zwischen den Parteien deutlich machen. Doch am Ende entgleitet es ins Aberwitzige.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.