https://www.faz.net/-gpf-99467

Flüchtlinge : Bouffier will Rechtskunde-Unterricht einführen

  • Aktualisiert am

Ein irakischer Flüchtling zeigt im Jahr 2016 dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier bei seinem Besuch in einer Notunterkunft Bilder seiner Familie. Bild: dpa

Um Integration erfolgreicher zu gestalten, plant der hessische Regierungschef Volker Bouffier einem Bericht zufolge Lehrstunden für Flüchtlinge.

          1 Min.

          Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will an den Schulen seines Landes sogenannte Rechtsstaatsklassen für Flüchtlinge einführen. Dort soll den Kindern nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch das deutsche Rechtssystem und die Werteordnung des Landes vermittelt werden. Das berichtet der „Spiegel“.

          Einen ähnlichen Unterricht gibt es seit zwei Jahren in Flüchtlingsheimen. „Das Projekt ist sehr erfolgreich. Deshalb wollen wir diese Erfahrung nutzen und in der kommenden Legislaturperiode den Unterricht ausweiten“, so Bouffier.

          Zuletzt hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, einen „Wertekundeunterricht“ für Kinder aus Zuwandererfamilien an den Schulen einzuführen. Er sagte dem Magazin, dass in diesem Unterricht „neben Deutsch auch das klare Bekenntnis zur Religionsfreiheit, Toleranz gegenüber anderen Religionen wie dem Judentum und unsere Werteordnung vermittelt werden“ sollten. In Bayern und Hessen finden im Oktober Landtagswahlen statt.

          Weitere Themen

          Corona-Krise „ruft das Beste in uns hervor“ Video-Seite öffnen

          Bundespräsident Steinmeier : Corona-Krise „ruft das Beste in uns hervor“

          Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich vom Einfallsreichtum und der Solidarität vieler Menschen in der Corona-Krise beeindruckt gezeigt. „Ja, diese Krise weckt unsere tiefsten Ängste“, sagte er in einer Videobotschaft. „Aber sie ruft auch das Beste in uns hervor.“

          Topmeldungen

          Mehr Gemeinde ist nicht drin: In der Pfarrkirche Achern in Baden-Württemberg findet ein Gottesdienst vor leeren Bänken statt. Gemeindemitglieder hatten ihre Fotos geschickt, die sie vertreten mussten.

          Corona und die Religionen : Die unsichtbare Frontlinie

          Staatstragenden Religionsgemeinschaften fällt es besonders schwer, Gotteshäuser zu schließen. Doch jetzt bezeichnet selbst Putins Beichtvater die Selbstisolation als heilige Christenpflicht im Weltkrieg gegen die Krankheit.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.