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Finanzielle Probleme : Odenwaldschule ändert Rechtsform

  • Aktualisiert am

Gebäude der Odenwaldschule in Ober-Hambach bei Heppenheim (Hessen) Bild: dpa

Die Odenwaldschule ist in finanziellen Schwierigkeiten. Auf Druck der Aufsichtsbehörden ändert sie nun ihre Rechtsform - und muss eine neue Betriebsgenehmigung beantragen.

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          Die Odenwaldschule hat den Aufsichtsbehörden nachgegeben und sich eine neue Rechtsform gegeben. Sie entschied am Wochenende, künftig kein eingetragener Verein zu sein, sondern eine gemeinnützige Betriebs-GmbH zu gründen. Ihr alleiniger Gesellschafter soll ebenfalls eine Stiftung werden. Der bisherige Trägerverein soll zu einem Förderverein werden.

          Der Beschluss wurde bei einer Enthaltung ohne Gegenstimmen im Trägerverein gefasst. Die Sprecherin der Odenwaldschule bezeichnete ihn als „wichtige Weichenstellung“. Für den Fortbestand des Internats ist der Umbau entscheidend. Außerdem hofft die Schule, auf diese Weise auch neue Geldgeber zu gewinnen, die sie angesichts ihrer finanziellen Schieflage dringend braucht.

          Das hessische Sozialministerium rechnet damit, dass die Odenwaldschule ihr neues Organisationskonzept bis zum 1.Dezember eingereicht hat. Wegen der neuen Rechtsform muss die Schule dann auch eine neue Betriebsgenehmigung beantragen.

          Eine Befristung für den Betrieb wird nicht ausgeschlossen, denn bisher sind die Finanzierungsfragen völlig ungeklärt. Das Ministerium habe immer gesagt, dass es einen neuen Träger für sehr sinnvoll erachte, sagte eine Sprecherin des hessischen Sozialministeriums am Samstag. Der neue Antrag solle genau geprüft werden. Nach einem Missbrauchsskandal war die Schülerzahl der früheren reformpädagogischen Vorzeigeschule auf etwa 140 zurückgegangen. Die Entlassung des letzten Schulleiters, der Streit im Lehrerkollegium und im Trägerverein hatten für zusätzliche Verunsicherung gesorgt.

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