https://www.faz.net/-gpf-9l5bn

Mehrere Festnahmen : Salafisten im Rhein-Main-Gebiet sollen Anschlag geplant haben

  • -Aktualisiert am

Die mutmaßlichen Täter planten womöglich einen Anschlag mit Schusswaffen. Bild: dpa

Die Polizei nimmt im Rhein-Main-Gebiet mehrere Männer wegen Terrorverdachts fest. Wollten sie in Hessen „Ungläubige“ töten?

          1 Min.

          Bei Razzien in Hessen und Rheinland-Pfalz sind am Freitag elf Personen festgenommen worden, drei von ihnen sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft einen Anschlag mittels eines Fahrzeugs sowie Schusswaffen geplant haben. Insgesamt seien etwa 200 Beamte des hessischen Landeskriminalamtes und weiterer Polizeidienststellen sowie Spezialeinheiten aus mehreren Bundesländern an den Maßnahmen beteiligt gewesen, teilte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft mit. Den Beschuldigten aus Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Mainz wird Terrorismusfinanzierung und das Verabreden zu einem Verbrechen vorgeworfen.

          Julian Staib
          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Die drei Hauptbeschuldigten, ein 21 Jahre alter Mann aus Offenbach und zwei 31 Jahre alte Brüder aus Wiesbaden, sollen der salafistischen Szene im Rhein-Main-Gebiet angehören. Ihnen wird vorgeworfen, einen islamistisch motivierten Anschlag geplant zu haben, um damit so viele „Ungläubige“ wie möglich zu töten. Wo und wann dieser Anschlag stattfinden sollte, wollte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht sagen.

          Zur Vorbereitung sollen die Beschuldigten bereits Kontakt zu Waffenhändlern aufgenommen, ein größeres Fahrzeug angemietet und Geld gesammelt haben. Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter mehrere Messer, kleinere Mengen an Rauschgift, 20.000 Euro in bar sowie schriftliche Unterlagen und elektronische Datenträger. Die festgenommenen Beschuldigten sollten im Laufe des Freitagnachmittags dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Frankfurt vorgeführt werden, der über den Erlass eines Haftbefehls und die Anordnung von Untersuchungshaft entscheiden wird.

          Weitere Themen

          Abgezogene Botschafter kehren zurück Video-Seite öffnen

          USA und Russland : Abgezogene Botschafter kehren zurück

          Sein Gespräch mit US-Präsident Joe Biden sei „absolut konstruktiv“ verlaufen, betont der russische Staatschef Wladimir Putin in Genf. Sie hätten sich darauf geeinigt, die abgezogenen Botschafter Russlands und der USA an ihren jeweiligen Einsatzort zurückzuschicken.

          Topmeldungen

          Baden-Württemberg, Ulm: Ein Coronapatient kommt im Krankentransportwagen am Bundeswehrkrankenhauses an. (Archivbild)

          Inzidenzwert fällt auf 11,6 : Zahl der Neuinfektionen sinkt stark

          Das RKI hat seit dem Vortag 1330 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus registriert, vor einer Woche waren es noch 3187. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt stetig weiter. Experten fordern unterdessen die Schaffung von Strukturen zur Behandlung von hundertausenden Post-Covid-Patienten.
          Guten Tag! Joe Biden und Wladimir Putin geben sich in Genf die Hand.

          Gipfel mit Biden und Putin : Monologe zum Dialog

          Joe Biden und Wladimir Putin finden einige freundliche Worte füreinander. Inhaltlich aber gibt es in Genf keine Annäherung. Jetzt sollen Arbeitsgruppen weitersehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.