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Feinstaub-Debatte : Auf Stromlinie

Wie schädlich sind Stickoxide? Darüber wird gerade heftig gestritten. Bild: dpa

Die Umweltpolitik ist besonders anfällig dafür, Wissenschaft zu verformen. Doch gerade auf diesem Feld ist die Politik auf Vertrauen angewiesen. Die Debatte um Diesel-Fahrverbote droht dies nachhaltig zu zerstören. Ein Kommentar.

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          Das enge Verhältnis von Wissenschaft und Politik trägt dazu bei, dass Politiker für sich beanspruchen, geradezu naturwissenschaftlich begründete, „alternativlose“ Entscheidungen treffen zu können. Unterschlagen wird dabei, dass sich Politiker gerne mit Wissenschaftlern umgeben, die ihnen geben, was sie haben möchten. Das begünstigt wiederum Wissenschaftler, die gerne anbieten und „belegen“, was sie geben sollen. Da es in den meisten Fällen um kompliziertere Zusammenhänge geht als die Frage, ob die Erde rund oder eine Scheibe ist, geht Politik auf diesem Weg nicht etwa ihrer wissenschaftlichen Vollendung entgegen, sondern die Wissenschaft ihrer politischen Verformung.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Das Feld der Umweltpolitik ist dafür besonders anfällig, deshalb aber auch besonders auf das Vertrauen angewiesen, dass Wissenschaft nicht instrumentalisiert oder gar zur Täuschung missbraucht wird. Die Diesel-Fahrverbote drohen dieses Vertrauen nachhaltig zu zerstören. Auch wenn sich die politisch herrschende Meinung der Mediziner gut begründen lässt – es ist wohl kaum anzunehmen, dass die hundert Kollegen, die nun dagegen protestieren, lauter Quacksalber sind, die Ideologie mit Gegen-Ideologie bekämpfen wollen.

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