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Nachfolge von Lindner : FDP wählt Christian Dürr zum neuen Fraktionschef

Der Niedersachse Christian Dürr wurde am Dienstag zum neuen Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Bundestag gewählt. Bild: Imago

Die Bundestagsfraktion der FDP hat ihren Spitzenposten neu besetzt: Der Finanzexperte Christian Dürr soll Nachfolger von Fraktionschef Christian Lindner werden, der an die Spitze des Finanzministeriums wechselt.

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          Die FDP-Fraktion im Bundestag hat ihre Führungsriege neu bestimmt und die Nachfolge Christian Lindners und Marco Buschmanns geregelt, die als Bundesminister der Finanzen und der Justiz in die Regierung der Ampel-Koalition eintreten wollen. Der frühere niedersächsische FDP-Fraktionschef Christian Dürr, der im Bundestag vor allem als Haushaltspolitiker fungierte, wurde am Dienstag mit knapp 95 Prozent der Stimmen zum Bundestagsfraktionsvorsitzenden gewählt. Zum Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer wurde der frühere nord­­rhein-westfälische FDP-Generalsekretär Johannes Vogel bestimmt.

          Johannes Leithäuser
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Beide, Dürr wie Vogel, gehörten in den vergangenen acht Jahren zu der Riege enger Mitstreiter des Parteivorsitzenden Lindner, die nach dem Sturz aus dem Bundestag im Jahr 2013 den personellen und programmatischen Wiederaufbau der Partei vorantrieben. Während Dürr mit seinen programmatischen Positionen dabei eher die wirtschaftsliberale Strömung der Partei repräsentiert, ist Vogel eher in der Sozialpolitik beheimatet. Dürr führte in den Koalitionsgesprächen mit SPD und Grünen die FDP-Riege in der Finanzpolitik an.

          Nachfolger für Bettina Stark-Watzinger

          Vogel wurde mit mehr als 93 Prozent in sein Fraktionsamt gewählt. Die 92 Bundestagsabgeordneten der FDP bestimmten am Dienstag die gesamte Fraktionsführung neu. Dazu zählten drei weitere Parlamentarische Geschäftsführer: Thorsten Herbst, Stephan Thomae und Christine Aschenberg-Dugnus. Außerdem standen sechs stellvertretende Vorsitzende zur Wahl.

          Hier musste nicht nur die Nachfolge Dürrs geregelt, sondern auch ein Nachfolger für Bettina Stark-Watzinger gefunden werden, die das Bildungsministerium übernimmt. Weitere Vakanzen ergaben sich dadurch, dass Florian Toncar und Michael Theurer gleichfalls als Parlamentarische Staatssekretäre ins Finanzministerium, sowie ins Ministerium für Verkehr und Digitales wechseln.

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