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Jasper von Altenbockum (kum.)

Sondierungen in Berlin : Koalition der Kanzlermacher

Grün-gelbe Koalition: Robert Habeck, Annalena Baerbock, Volker Wissing und Christian Lindner am 11. Oktober in Berlin Bild: dpa

Grüne und FDP finden erstaunlich leicht zueinander. Die SPD wird Mühe haben, auf den Zug aufzuspringen, den die beiden kleineren Parteien ins Rollen bringen.

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          Schon bevor es zu Sondierungen kam, hatten Grüne und FDP ganz ohne Vertrag quasi eine Koalition geschlossen. Sie kam so klassisch zustande wie die Spitzenkandidatur Annalena Baerbocks: ohne Parteitag, ohne Mitglieder, nur in den „Hinterzimmern“ der Gremien. Was früher der Handschlag war, ist heute das Selfie. Kommt es zur Ampelkoalition, wird es diese grün-gelbe Koalition sein, die das Gebäude zusammenhält, nicht die Wahl von Olaf Scholz zum Bundeskanzler.

          Wollen Grüne oder FDP jeweils eigene Ziele oder sich gegen die SPD durchsetzen, werden sie es gemeinsam tun müssen, um nicht als Totengräber einer Koalition zu gelten, die das Land unregierbar machen oder wieder in eine große Koalition treiben. Will sich hingegen die SPD durchsetzen, wird sie es nicht jeweils mit Grünen oder FDP zu tun haben, sondern mit deren Bündnis.

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