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FDP-Politikerin Teuteberg : Ein Herz für Ostdeutschland

  • -Aktualisiert am

Ohne Frauenquote: Linda Teuteberg zu Besuch bei Parteifreunden in Baden-Württemberg Bild: dpa

Die FDP stellt sich für den Wahlkampf in Brandenburg, Thüringen und Sachsen auf. Die frisch gewählte Generalsekretärin Linda Teuteberg soll dabei helfen, ihre Partei in Ostdeutschland wieder erfolgreich zu machen.

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          Wie publikumswirksam Linda Teuteberg auftreten kann, hat sie schon 2013 als junge Brandenburger Landtagsabgeordnete bewiesen. Damals saß sie mit der CSU-Politikerin Dorothee Bär, heute Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, in der Stefan-Raab-Talkshow „Absolute Mehrheit“. Es ging um die Frauenquote, Mietpreise und Aufrichtigkeit in der Politik. Teuteberg plädierte gegen eine Frauenquote und für den Markt; am Ende wählten die Zuschauer sie mit 39,9 Prozent zur überzeugendsten Politikerin des Abends. Auf dem FDP-Parteitag jetzt am letzten Aprilwochenende soll die 38 Jahre alte Politikerin zur Generalsekretärin der Liberalen gewählt werden, als Nachfolgerin für Nicola Beer, die als Spitzenkandidatin ihrer Partei in die Europawahl geht.

          Stefan Locke
          (lock), Politik

          Dass FDP-Chef Christian Lindner Teuteberg für den Posten nominierte, wird auch als Geste an die ostdeutschen Landesverbände verstanden, nicht zuletzt, weil drei von ihnen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen, im Herbst vor schwierigen Landtagswahlen stehen. Mit Ausnahme von Berlin sind die Liberalen zurzeit in keinem der ostdeutschen Landtage mehr vertreten, und aktuellen Umfragen zufolge ist auch der geplante Einzug im Herbst alles andere als sicher. Da könnte es zumindest ein positives Zeichen sein, dass Linda Teuteberg waschechte Brandenburgerin ist. Geboren wurde sie in Königs Wusterhausen südöstlich von Berlin, sie wuchs in der Gegend auch auf, studierte Jura und Volkswirtschaftslehre an der Universität Potsdam und wurde Rechtsanwältin.

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