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Wahl in Niedersachsen : Mühlstein Lindner

  • -Aktualisiert am

Mehr Last als Wahlkampfmotor?: FDP-Chef und Finanzminister Christian Lindner Bild: EPA

Für die FDP wird es eng bei der Landtagswahl in Niedersachsen. Ob das beschworene Horrorszenario Rot-Grün als Argument für ein Kreuzchen bei der FDP reicht?

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          Für die FDP ist die Zitterpartie bei Wahlen in Bund und Ländern an vielen Sonntagabenden schlechte Tradition. Auch am kommenden Wahlabend in Niedersachsen müssen die Freien Demokraten laut aktuellen Umfragen wieder einmal bangen, die Fünfprozent­hürde zu nehmen. Vor fünf Jahren schaffte es die FDP auch dank eines guten Bundestrends mit vergleichsweise komfortablen 7,5 Prozent in den Landtag in Hannover.

          Das Ergebnis lag jedoch schon deutlich unter der Rekordmarke von 2013, als um Haaresbreite ein erstmaliges zweistelliges Abschneiden verpasst wurde. Viermal hat die FDP seit 1947 den Einzug in das Landesparlament nicht geschafft.

          Anders als 2017 erweist sich die Bundespartei mit Christian Lindner an der Spitze diesmal nicht als Zugpferd, sondern eher als Mühlstein. Das holprige Regieren in Berlin zusammen mit den Ampelpartnern SPD und Grünen ist der FDP und ihrem Finanzminister bislang am schlechtesten bekommen.

          Auch wenn die beiden größeren Partner am Wahlsonntag mit Verlusten rechnen müssen, geht es nicht um deren politische Existenz. Rot-Grün kann sogar auf ein Regierungs-Comeback in Niedersachsen hoffen. Ob dieses Szenario reicht, damit schwankende CDU-Wähler ihre Zweitstimme der FDP geben? Diese liberale Last-Minute-Strategie klingt nach Verzweiflung.

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

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