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Bundesparteitag der FDP : Leichter Dämpfer für Lindner

Alter und neuer Parteichef: Christian Lindner am Freitag in Berlin Bild: EPA

Auf dem Bundesparteitag der FDP ist der bisherige Parteivorsitzende Christian Lindner mit 86,6 Prozent der Delegiertenstimmen im Amt bestätigt worden. 2017 war er noch mit 91 Prozent gewählt worden.

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Auf dem 70. Bundesparteitag der FDP ist der bisherige Vorsitzende Christian Lindner mit 86,6 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Bei der vorherigen Wahl der Parteispitze 2017 hatte er 91 Prozent der Stimmen erhalten. Wolfgang Kubicki wurde am Freitag in Berlin mit 84,7 Prozent der Stimmen als erster stellvertretender Bundesvorsitzender im Amt bestätigt.

          Mit 58,5 Prozent wurde Nicola Beer zur zweiten stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Katja Suding wurde mit 81,5 Prozent zur dritten stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Mit 92,6 Prozent wurde Hermann Otto  Solms zum Bundesschatzmeister gewählt.

          Eine Konkurrenzsituation zwischen der bisherigen dritten Stellvertreterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Beer, die sich als Europaspitzenkandidatin mit wohl sicherem künftigem Tätigkeitsfeld in Brüssel einen Platz in der Führungsspitze erbeten hatte, löste Strack-Zimmermann, indem sie kurz zuvor auf eine neuerliche Kandidatur verzichtete.

          Vor den Wahlgängen hatte Lindner in seinem Rechenschaftsbericht neue politische Ziele für die Partei formuliert. Nachdem die FDP ihren Wiederaufstieg vor fünf Jahren mit der Absicht begonnen habe, ein stabiles Wählerpotential von acht Prozent zu erreichen, müsse sie sich nun zweistellige Zustimmungsraten bei den Wahlen im Bund und den Ländern zum Ziel setzen.

          Lindner kritisiert die große Koalition

          Für die Europawahl setzte Lindner eine Verdreifachung des Resultats von 2014 als Zielmarke, also mehr als zehn Prozent. Lindner kritisierte die große Koalition, bei der er „Signaturen der Planwirtschaft“ erkenne. Mit Klimaaktivisten müsse man sich sachlich auseinandersetzen.

          Am Freitagabend soll die Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg zur neuen Generalsekretärin der Liberalen gewählt werden. Die Brandenburgerin folgt auf Nicola Beer, die Spitzenkandidatin für die Europawahl ist. Am Samstag wird Teutebergs erste große Rede in ihrer neuen Position erwartet. Der Parteitag geht am Sonntag zu Ende.

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