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Integrationskurse : Fast jeder zweite Zuwanderer scheitert am Deutschtest

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Ein Deutschkurs für Flüchtlinge in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern). Unter den erstmaligen Teilnehmern 2018 waren vor allem Syrer und Afghanen. Viele waren nicht alphabetisiert. Bild: dpa

Die Durchfallquote bei den Deutschprüfungen am Ende der Integrationskurse ist vergangenes Jahr auf 45 Prozent angewachsen. 2017 lag sie noch bei 40 Prozent. Das zuständige Ministerium will die Kursqualität anheben.

          Fast die Hälfte aller Zuwanderer ist im vergangenen Jahr beim Deutschtest am Ende der Integrationskurse gescheitert. Von den rund 202.000 Teilnehmern konnten 93.500 die Kurse trotz Qualitätsoffensive nicht erfolgreich beenden, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Freitag) aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion zitiert. Das entspricht einer Durchfallquote von 45 Prozent. 2017 waren von 292.000 Teilnehmern gut 116.000 und damit 40 Prozent durchgefallen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hatte nach scharfer Kritik an mangelhaften Kursen die Qualitätskontrolle im vergangenen Jahr nach Angaben des Innenministeriums „erheblich intensiviert“.

          Die im Jahr 2005 eingeführten Integrationskurse bestehen aus einem Deutschkurs und einem „Orientierungskurs“ zur Rechts- und Gesellschaftsordnung. Der Sprachkurs umfasst 600 Unterrichtseinheiten zu jeweils 45 Minuten. Am Ende sollen die Teilnehmer das Niveau „B1“ des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens haben. Sie sollen in einfachen Sätzen Erfahrungen und Ereignisse beschreiben, Meinungen wiedergeben sowie persönliche Briefe schreiben können.

          Die im Haushalt veranschlagten Mittel für Integrationskurse stiegen dem Zeitungsbericht zufolge von 610 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 765 Millionen Euro im vergangenen Jahr an, obwohl die Teilnehmerzahl im gleichen Zeitraum um 90.000 sank. Das Bamf überprüfte den Angaben zufolge 2018 insgesamt 1495 der 1704 zugelassenen Träger (87,7 Prozent).

          Einem Bericht der „Welt“ zufolge waren unter den erstmaligen Teilnehmern vor allem Syrer (39.000), Afghanen (15.000) Iraker (13.000), Rumänen (12.000), Türken (9000) und Bulgaren (8000). Fast 45.000 der erstmaligen Teilnehmer waren noch nicht alphabetisiert, weswegen sie besondere Kurse bekamen.

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