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Organspende : Fast 50 Prozent für Widerspruchslösung

  • Aktualisiert am

Überprüft: Durch Manipulation der Warteliste sollen Patienten in Hessen schneller ein neues Organ bekommen haben. Bild: dpa

Soll künftig jeder zum Organspender werden, der nicht ausdrücklich widerspricht? Ein großer Teil der Deutschen hält dies laut einer Umfrage für die beste Lösung.

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          Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland befürwortet die sogenannte Widerspruchslösung bei Organspenden. Dabei gilt jeder Bürger so lang als Organspender, bis er dem ausdrücklich widerspricht. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland, die am Samstag veröffentlicht wurde, sprachen sich 47 Prozent der Befragten für diese Lösung aus, 38 Prozent dagegen, 15 Prozent machten keine Angaben.

          Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach haben für die Widerspruchslösung plädiert. Eine andere Gruppe von Abgeordneten um die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock und Linke-Chefin Katja Kipping will, dass alle Bürger mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema Organspende angesprochen werden.

          Über die Entwürfe soll der Bundestag voraussichtlich im Herbst ohne Fraktionsvorgaben entscheiden. Ziel ist es, angesichts von fast 10.000 Patienten auf den Wartelisten zu mehr Organspenden zu kommen. Bisher sind Organentnahmen nur bei ausdrücklich erklärter Zustimmung erlaubt.

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