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Fall Tönnies : Verbraucherzentralen für weniger Fleischkonsum

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Mast have: Hausschweine unter sich Bild: Picture-Alliance

Verbandschef Klaus Müller warnt: Der Status Quo schädige die Gesundheit und sei „ein riesiger Problem für den Klimaschutz“. Staatliches Tierwohl scheitere an eine großen Gruppe, die vom jetzigen System profitiere.

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          Als Konsequenz aus dem Fall Tönnies rät die Verbraucherzentrale Bundesverband zu weniger Fleischkonsum. „Wenn man in die Vergangenheit guckt, dann war es völlig normal, dass wir weniger Fleisch gegessen haben“, sagte Verbandschef Klaus Müller am Freitag im Bayerischen Rundfunk. „Alle Ärzte sagen uns, es ist auch wesentlich gesünder für uns selber, wenn man hier ein bisschen Maß hält.“

          Außerdem sei zu viel Fleischproduktion „ein riesiges Problem für den Klimaschutz“, sagte der Verbandschef. Müller erneuerte zugleich seine Forderung nach einem staatlichen Tierwohllabel. Schon der frühere Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) habe dieses angekündigt, aber es werde politisch nicht gewollt.

          „Es gibt einfach eine große Gruppe, die von dem jetzigen System profitiert und kein Interesse an einer Änderung hat“, unterstrich Müller. Es werde momentan alles dafür getan, dass Verbraucher nicht überprüfen könnten, unter welchen Bedingungen Fleisch produziert werde. Wichtig sei, dass sich die Produktionsbedingungen bei der Fleischproduktion ändern und dies der Verbraucher auch erkennen könne.

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