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Schröder-Kommentar : Erster Vasall Putins

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder schaut aus erster Reihe zu und applaudiert, als der alte und neue Präsident Russlands, Wladimir Putin, Ministerpräsident Dimitrij Medwedjew die Hand reicht. Bild: AP

Der Fall Schröder wird für die SPD zunehmend zu einer Frage der Selbstachtung.

          Der AfD-Parteivorsitzende Gauland hat selbstverständlich „kein Problem“ damit, dass der ehemalige Bundeskanzler Schröder zu den drei Gratulanten gehörte, die Wladimir Putin stellvertretend für Russland und den gesamten Erdkreis zur Verlängerung seiner Dauerpräsidentschaft Glück wünschen durften.

          Auch das Schweigen der SPD darf man nicht als lupenreine Missbilligung missverstehen, ist die Magie, die von Moskau ausgeht, für manche Sozialdemokraten immer noch nicht ganz erloschen. Doch lässt sich auch das Zähneknirschen nicht überhören, das Schröders fortgesetzte Provokationen in der Parteiführung hervorrufen.

          Der frühere Parteivorsitzende gibt mit jedem neuen Auftritt zu verstehen, dass ihn die auch in der SPD wachsende Kritik an seinem engen privaten und geschäftlichen Verhältnis zu Putin nicht im Geringsten kümmert. Fortwirkende Würde des Amtes? Politischer Anstand? Grenzen der Scham? Möglicher Parteiausschluss? Das alles juckt den Ersten Vasallen Putins nicht. Für die SPD aber wird der Fall Schröder zunehmend zu einer Frage der Selbstachtung.

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