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F.A.Z. exklusiv : Verschrottung der „Landshut“ soll verhindert werden

Zwischenlandung der „Landshut“ in Dubai Bild: Picture-Alliance

Außenminister Gabriel nennt das 1977 entführte Flugzeug eine „lebendige Zeugin“ der Geschichte: Die Boeing 737 steht flugunfähig in Brasilien, die Verschrottung droht. Das Auswärtige Amt signalisiert Hilfsbereitschaft.

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          Vier Jahrzehnte nach der Entführung und Stürmung des Lufthansa-Flugzeugs „Landshut“ im Oktober 1977 gibt es in der Bundesregierung und in der CDU-Führung Bemühungen, den Verfall und die möglicherweise drohende Verschrottung der 47 Jahre alten Maschine zu verhindern. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (F.A.Z., Samstagsausgabe). Nach einem jahrzehntelangen Einsatz als Passagier- und später als Frachtflugzeug steht die inzwischen umbenannte einstige „Landshut“ seit Jahren flugunfähig und in mäßigem Zustand im brasilianischen Fortaleza. Dem Vernehmen nach soll sie mit anderen Flugzeugen im März versteigert werden.

          Eckart Lohse
          (elo.), Politik

          Außenminister Sigmar Gabriel sagte der F.A.Z.: „Die ,Landshut‘ ist am Ende ihres aktiven Lebens in Lateinamerika gestrandet und wird nie wieder fliegen, aber sie ist doch eine lebendige Zeugin eines wichtigen Moments der Geschichte der jungen Bundesrepublik.“ Aus dem Auswärtigen Amt erfuhr die F.A.Z.: „Wir wollen schauen, wie wir helfen können, die Erinnerung an die ,Landshut‘ und mit ihr an diese schwierige Zeit wachzuhalten.“ Gabriel erinnerte an den „dramatischen Irrflug“ der entführten „Landshut“, die Befreiungsaktion in Mogadischu, die Bedrohung durch den RAF-Terrorismus, die „Erleichterung über die Befreiung“ der Menschen an Bord und die Trauer um die Opfer. Fertige Pläne für möglichen Erwerb und Rücktransport der „Landshut“ scheint es in der Bundesregierung noch nicht zu geben.

          Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner befürwortet den Kauf des Flugzeugs durch Deutschland. „Es gibt gute Gründe dafür, dass unser Land das Flugzeug bei der anstehenden Versteigerungsaktion erwirbt“, sagte sie der F.A.Z.. Die „Landshut“, die geglückte Befreiung der Geiseln, der Umgang mit Terrorismus seien „ein Stück Zeitgeschichte“.

          Bisherige Bemühungen, die „Landshut“ nach Deutschland zu holen und in einem Museum auszustellen, sind gescheitert. Nach Schätzungen von Fachleuten würden Erwerb und Transport etwa eine Million Euro kosten. Die vier palästinensischen Entführer wollten die Freilassung von inhaftierten Mitgliedern der RAF erpressen.

          Lesen Sie die ganze Geschichte ab 20 Uhr in F.A.Z. Plus.

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