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F.A.Z. exklusiv : Pflegekräfte sind unzureichend vor Corona geschützt

Am Ende der Belastungsgrenze: Zwei Mitarbeiterinnen in einem Altenpflegeheim Bild: dpa

Schon in der ersten Corona-Welle war das Pflegepersonal nur unzureichend vor dem Virus geschützt. Eine neue Umfrage fördert nun abermals eklatante Mängel zutage.

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          Seine tödlichste Wirkung entfaltet Covid-19 bis heute unter pflegebedürftigen Menschen. Etwa sechzig Prozent aller Todesopfer der Pandemie in Deutschland sind nach Erkenntnissen der Uni Bremen in einem Heim oder ambulant zu Hause von Pflegekräften betreut worden. Die Diakonie hat nun in einer repräsentativen Erhebung mehr als 1500 ihrer Mitarbeiter befragt, um sich ein aktuelles Bild der Lage im Pflegebereich zu verschaffen. Die Daten sind relativ frisch, die Fragebögen wurden im Oktober ausgefüllt, als die Corona-Zahlen bereits wieder deutlich stiegen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der F.A.Z. vorab vor.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Für Pflegekräfte ist Corona keine abstrakte Gefahr. Siebzig Prozent der Befragten berichten, dass in ihren Betrieben Kollegen in Quarantäne mussten. 22,7 Prozent der Beschäftigten hatten erkrankte Pflegebedürftigen und 8,3 Prozent Corona-Todesopfern in ihren Einrichtungen zu beklagen.

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