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F.A.Z. exklusiv : Grüne haben so viele Mitglieder wie nie

Die Spitzenkandidaten: Özdemir und Göring-Eckardt Bild: dpa

Die Partei gewann im vergangenen Jahr 2178 neue Mitglieder. Die Urwahl für die Spitzenkandidaten wirkte sich positiv aus – außerdem verzeichneten die Grünen einen „Trump“-Effekt.

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          Die Grünen haben so viele Mitglieder wie noch nie in ihrer Geschichte. Im vergangenen Jahr konnte die Partei im Saldo 2178 Mitglieder hinzugewinnen. Damit haben die Grünen knapp 61 600 Mitglieder. Das erfuhr FAZ.NET aus der Parteizentrale. Die bisher höchste Mitgliederzahl hatte die Partei im Jahre 2013 mit knapp 61 400. Ende 2015 hatten der Partei nur noch 59 418 Mitglieder angehört.

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Ein Grund für den Zuwachs an Mitgliedern ist die Urwahl der Spitzenkandidaten im vergangenen Oktober. Damals traten binnen eines guten Monats rund 850 Personen in die Partei ein. Die weiterhin hohe Zahl von Eintritten im letzten Quartal 2016 zeugt nach Ansicht von Michael Kellner, dem politischen Geschäftsführer der Partei, zudem von einem „Trump“-Effekt. Kellner beobachtet in diesem Zusammenhang eine allgemeine Politisierung in Deutschland, die auch den Grünen zugute komme. „Ich freue mich, mit so vielen Mitgliedern wie noch nie, Wahlkampf für die Grünen zu machen“, sagte Kellner.

          In den jüngsten Umfragen hat sich das für die Grünen nicht ausgezahlt. Dort liegt die Partei bei nur noch bei 7 Prozent. Das ist deutlich weniger als das Wahlergebnis von 2013. Das betrug 8,4 Prozent und wurde von der Partei als enttäuschend empfunden.

          Das Durchschnittalter der Grünen-Mitglieder liegt nun bei 49,8 Jahren und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (49,6) nur leicht gestiegen. Der Frauenanteil liegt weiter bei 38 Prozent und damit höher als bei anderen Parteien. Zulegen konnten die Grünen vor allem in Berlin, wo sie mit einem Zuwachs von 546 Mitgliedern um gut 10 Prozent wuchsen. In Berlin regieren die Grünen seit vergangenem Jahr im der rot-rot-grünen Senat mit.

          Seit der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten am 24. Januar hat die SPD bis zum 14. Februar 6135 Online-Anträge auf Beitritt in die Partei erhalten. Das teilte die Parteizentrale am Mittwoch Faz.net mit. Die SPD verlor im vergangenen Jahr allerdings 10 108 Mitglieder, wie das Willy-Brandt-Haus weiter mitteilte. Auch die CDU verlor im vergangenen Jahr deutlich an Mitgliedern. Zum Jahresende hatte sie 12 080 Mitglieder weniger als ein Jahr zuvor, wie faz.net aus dem Konrad-Adenauer-Haus erfuhr. Die SPD hatte demnach zum Jahresende 2016 noch 432 706 Mitglieder, die CDU 431 920. Im Januar traten 1524 Personen in die CDU ein. Das ist mehr als die durchschnittlichen Eintritte von rund 1000 Personen im Monat.

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