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F.A.Z. exklusiv : Ermittlungen gegen KSK-Kommandeur verzögert?

Munition mit dem Kaliber 9 mm: Das rund 1000 Soldaten starke Kommando Spezialkräfte verbraucht jedes Jahr Millionen Schuss Bild: dpa

In der Munitionsaffäre in der Elite-Einheit gerät der Vorgesetzte von Brigadegeneral Kreitmayr ins Visier. Der Umfang der Ermittlungen ist mittlerweile gewaltig.

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          In der Munitionsaffäre im Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr geraten weitere Beteiligte in den Blickpunkt. So wird aus der Division Schnelle Kräfte (DSK), zu der das KSK zählt, Kritik gegen den eigenen Kommandeur laut. In der Division mit Sitz in Stadtallendorf in Hessen befassen sich gegenwärtig zahlreiche Offiziere und Wehrdisziplinaranwälte mit einer irregulären Amnestie-Aktion im Gegenzug für die Rückgabe Zehntausender Schuss Munition am KSK-Standort in Calw. Die Divisionsführung war von Generalinspekteur Eberhard Zorn vorige Woche mit der Intensivierung und Beschleunigung der seit Monaten andauernden Untersuchung beauftragt worden.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Lorenz Hemicker

          Die DSK mit ihren knapp 12.000 Soldaten, inklusive niederländischer Truppenanteile, wird von Generalmajor Andreas Hannemann geführt. Der 59 Jahre alte frühere Fallschirmjäger und Afghanistan-Veteran war im Juni vergangenen Jahres einem breiteren Publikum durch eine Äußerung zu den Krawallen in Stuttgart aufgefallen. „Ich empfehle niemandem, einen von uns anzugreifen“, sagte Hannemann damals gegenüber der „Bild“-Zeitung. Der Satz des Fallschirmjäger-Generals konnte als Drohung, zumindest aber als Kraftmeierei verstanden werden. Die interne Kritik an Hannemann zielt auf seine Untätigkeit bei den Ermittlungen, die im Zuge der straffreien Munitionsrückgabe fällig geworden waren.

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